Schandmaul (15.10.2005, Wien)

Foto: Torsten Volkmer

…oder das letzte Konzert.

Die sechs Schandmäuler besuchten wieder einmal Wien.
Dass sie vor ca 2 Jahren noch vor 150 Leuten spielten, glaubte keiner mehr. Die Arena (Fassungsvermögen ca. 2000 Leute) war ausverkauft! Die Schandmäuler haben es geschafft, die Wiener für sich zu begeistern. Die nächste Überraschung kam kurz vor dem (offiziellen) Konzertbeginn. Offiziel gab es keine Vorband, wer aber waren die drei Männer – alle drei mit Papiersackerln/-Masken) auf der Bühne, die nur ein einziges Lied spielten – „Geschwisterliebe“ – zum Besten gaben. Die Ärzte waren es definitiv nicht. Dieses Rätsel sollte später noch gelüftet werden.

Foto: Torsten Volkmer

Foto: Torsten Volkmer

Die Halle war randvoll und man sah wieder einmal, das Schandmaul es schafft, Leute aus verschiedenen Szenen und jeden Alters zu begeistern. Jung und alt, Gothics neben Jeans-Trägern u.v.m. feierten miteinander.

Da es ja ihre „Akkustik“-Tour war, hatten sie ihren 12 Köpfigen „Streichelzoo“ mit. Die 12 Streicher haben Schandmaul einfach super unterstützt. Es war ein neues „Schandmaul“-Erlebnis, sie mit Streich-Orchester live zu sehen, war echt toll.

Als Thomas vor „Kalte Spuren“ meinte, er hätte nur noch ein Stück von seiner Verflossenen und das wäre ein Unterwäschestück, was er aber täglich tragen würde, kamen ihm sofort „Ausziehen“-Parolen entgegen. „Sonnenstrahl“, „Herren der Winde“ und „Teufelsweib“ brachte die Menge noch mehr zum feiern.

Zwischen den bekannten Liedern kam auch ein sehr HdR-angehauchtes Stück vor, welches nur Anna und der „Streichelzoo“ (die 12 Streicher) spielten. Es war ein sehr ruhiges Stück, bis Ducky, Thomas und Matthias mit spitzen Papierohren und einem Banner mit der Aufschrift „Legolas ist schwul“ auf die Bühne kamen (Ja, auch die Schandmäuler haben dieser Meinung zugestimmt). Das Publikum war am Grölen.

Vor „Walpurgisnacht“ musste das gesamte Publikum brav in die Knie gehen (weil sonst würden sie nicht anfangen). Es gingen auch alle in die Knie, um dann beim ersten Ton gleich wieder in die Höhe zu schnellen.

Wie Schandmaul ist, waren sie auch ernst und gedachten der Erdbebenopfer. Sie stellten ein Bühnenoberteil (lt. Birgit ziemlich verschwitzt) von Birgit und eine Crew-Jacke, die wirklich nur die Crew hat, zur Verfügung, welche nach dem Konzert dem Meistbieter verkauft wurde. Das Geld wird dann an eine caritative Einrichtung gehen.

Es gab zwei Zugaben mit jeweils zwei Liedern und das allerletzte war „Willst du?“ Wie viele Heiratsanträge es dies mal gab, konnte ich leider nicht herausfinden.

Fazit:
Schandmaul ist absolut genial. Jedes Konzert ist einzigartig, geprägt von der Spielfreude der Sechs und auch von ihrem sozialen Anliegen. Mit Schandmaul feiern, singen, tanzen, springen und auch leise sein ist einfach toll.Vor allem dieses Konzert war einfach auch von der Stimmung der Schandmäuler so geprägt, weil es ja ihr letztes Tour-Konzert war und (wie Thomas ganz am Anfang erklärte) es mit einem weinenden und einem lachenden Auge sahen.

Ich hätte es ja fast vergessen, das Rätsel um die Vorband. Thomas klärte uns aber auf. Die absolut geniale Vorband (lt. Thomas) bestand aus Ducky (Gittare), Stefan (Drums) und Matthias (Bass).

Link:
www.schandmaul.de