Maggie Rogers: Don’t Forget Me (2024)

Maggie Rogers: Don’t Forget Me (2024) Book Cover Maggie Rogers: Don’t Forget Me (2024)
Indie Pop
Capitol Records
12.04.2024
Vinyl, CD, Digitaler Download, Streaming

Tracklist:

  1. It Was Coming All Along
  2. Drunk
  3. So Sick of Dreaming
  4. The Kill
  5. If Now Was Then
  6. I Still Do
  7. On & On & On
  8. Never Going Home
  9. All The Same
  10. Don’t Forget Me

Ein sommerlicher Sonntag Nachmittag

Es gibt eine Sache, die bei Maggie Rogers immer klar ist: Sie liefert ein brillantes Album ab, wenn sie mit einer neuen Veröffentlichung um die Ecke kommt. Ich hätte nur nicht erwartet, dass sie nach ihrem letzten Projekt Surrender (2022) - das ich immer noch liebe - bereits so schnell zurückkommt. Don’t Forget Me wurde in nur wenigen Tagen geschrieben, mit dem Ziel, wie ein typisches Sonntagnachmittags-Album zu klingen – und das kommt so unglaublich gut rüber in der warmen und organischen Produktion der Songs.

Das Album erinnert mich an einen warmen Sonntag, den ich am See in der Nähe meiner Wohnung mit meinem Lieblingsbuch verbringe. Es erinnert mich an süße Bonbons und daran, Club Mate Granat auf der Spitze des Viktoriaparks zu trinken, während ich den Geburtstag eines engen Freundes feiere. Alben, die nach Sommer klingen, können sehr schnell eine falsche Richtung einschlagen, aber Don’t Forget Me ist so wunderbar gemacht, dass ich regelmäßig gern zu jedem Track des Albums zurückkehre.

Die gute alte Nostalgie mal wieder

Drunk ist offensichtlich das Zentrum des Albums mit seiner lauten, eingängigen und tanzbaren Produktion. Aber auch It was Coming All Along und Don’t Forget Me fesseln die Aufmerksamkeit und machen Lust darauf, das gesamte Projekt regelmäßig anzuhören. Die pure Ehrlichkeit und Frechheit in den Texten fühlt sich so erfrischend an und erinnert ein wenig an eine jüngere Maggie Rogers, die wir so bei Surrender (2022) nicht zu hören bekamen. Die organische Produktion schafft es, ein starkes Gefühl der Nostalgie zu wecken, welches durch das freche Songwriting und die Instrumentation der Songs nochmal zusätzlich befeuert wird. Fans von Girl in Red, Mitski und Joni Mitchell kommen bei Don’t Forget Me zweifelsfrei voll auf ihre Kosten.

Maggie Rogers schafft es erneut, uns mit ihrer Musik zu verzaubern und zugleich zu berühren, indem sie uns alle zurück in einen Sommer unserer Jugend wirft. Don’t Forget Me ist ein Album, das man nicht vergessen wird – es ist ein perfekter Begleiter für warme Tage und lange Abende, voller ehrlicher Emotionen und sommerlicher Leichtigkeit. Ein weiteres Meisterwerk, das zeigt, warum Maggie Rogers eine der herausragendsten Künstlerinnen unserer Zeit ist.

Franz Naumann
Franz Naumannhttp://www.be-subjective.de
Franz wird auch oft einfach Dino(junge) genannt, denn wenn er einmal anfängt, von Dinos zu erzählen, hört er so schnell nicht mehr auf. Passend zu seiner Liebe für MySpace & Tumblr, könnte man meinen, dass Franz in der Zeit stehen geblieben ist, aber vielleicht ist es auch einfach eine grosse Portion Nostalgie. Er liebt analoge Fotografie & kennt Pop-kulturelle Momente & die Indie-Szene so gut, wie die Welt der Dinos. Schwarz ist die einzige Farbe, die er trägt, weil „alles Andere in Berlin einfach gefährlich ist“. Und wenn er nicht gerade mit seiner Fuji vom Fotograben aus fotografiert, gibt er viel zu viel Geld für Schallplatten aus.

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