Preview: Beschreiben Sie die Bestie – Beast in Black und Firewind live (2023)

Wie sah die Bestie jetzt aus? Gab es besondere Merkmale? Wo könnte sie herkommen? Fragen über Fragen, aber letztendlich ganz einfach zu lösen der Fall. Gefühlt jede dritte Heavy Metal Band hat irgendwas mit Bestie im Namen, also Beast. Und was ist die bevorzugte Farbe der Metal-Menschen. Natürlich schwarz. Also Black. Zusammen ergibt das dann Beast In Black. Ist doch ganz simpel. Und wo kommt die Truppe her? Natürlich Finnland. War ja irgendwie klar.

2021 war ein eher tristes Jahr für die Menschheit. Doch ein Funke Hoffnung war stets am Horizont zu vernehmen gewesen, zumindest für Fans energiegeladener Metal Hymnen: Schließlich war das internationale Quintett Beast In Black (Anton Kabanen (Gitarrist und Bandgründer), Yannis Papadopoulos (Gesang), Kasperi Heikkinen (Gitarre), Mate Molnar (Bass) und Atte Palokangas Schlagzeug)) an einem heimeligen Ort namens Sound Quest Studio enger zusammengerückt, um das nächste Kapitel seiner nunmehr drei Teile umfassenden Siegeshistorie, das den Namen „Dark Connection“ trägt, zu vollenden.

Nach den großartigen Erfolgen ihrer ersten beiden Platten „Berserker“ (2017) und „From Hell With Love“ (haben in Finnland mittlerweile beide Platinstatus erreicht, Letzteres hatte es zudem bis in die Top 10 der deutschen Albumcharts geschafft) stellen knackige Riffs und Ohrwurmrefrains noch immer die Kernelemente des Sounds der Truppe dar. Elemente, die ihnen auch durch ihre Auftritte eine gewaltige Fanschar beschert haben So begannen Beast In Black ihre Livekarriere unter anderem als Support von Rhapsody. Gefolgt von einer umfangreichen Arenatour mit den Symphonic Metal Meistern Nightwish, bahnte sich der Fünfer jedoch unaufhaltsam seinen Weg hin zu eigenen, reihenweise ausverkauften Headlineshows.

Like a hellraiser, monster of rage
Unleash the fury through your sword of hate
Destroy and murder retaliate
Harness the power of the beast in black

Beast In Black (Foto: Jarmo Katila/Toni Kilpinen, Pressefreigabe)

Das von Anton Kabanen selbst produzierte, aufgenommene und gemixte sowie von Emil Pohjalainen (Amethyst Sound Productions) gemasterte „Dark Connection“ mag so viele Synthesizerklänge, allen voran die von ihren Fans so sehr geliebten symphonischen Italo Disco und Eurobeat Momente wie keines der bisherigen Beast In Black Alben mit sich bringen, nichtsdestotrotz geht es dem Quintett nach wie vor schlicht um eines: Heavy Metal.

Zeitlose Melodien vereinen sich auf „Dark Connection“ nicht nur mit heldenhaften Sci Fi und Fantasiegeschichten, sondern auch mit Cyberpunk, der sich zudem unübersehbar im Artwork des langjährigen Bandpartners Roman Ismailov widerspiegelt.

Doch was wäre ein Beast In Black Album ohne „Berserk“? Undenkbar und genau darum wird es ein solches auch niemals geben. Jene ist nach wie vor eine der, wenn nicht die Lieblingsmangaserie des Komponisten, weshalb ihr die Band auf ihrem neuen Album in Form von „Dark New World“, „To The Last Drop Of Blood“ sowie „Broken Survivors“ erneut Tribut zollt. Egal, ob es sich um Hochgeschwindigkeitsnummern à la „Blade“ und „Revengeance Machine“ oder aber in eher ruhigeren Gefilden angesiedelte Tracks wie das erwähnte „Broken Survivors“ oder den Albumabschluss „My Dystopia“ handelt: Neben der bewährten Instrumentalfraktion ist zu guter Letzt auch Sänger Yannis Papadopoulos im Rahmen der Aufnahmen wieder zur Höchstform aufgelaufen, wenn nicht gar über sich hinausgewachsen.

Firewind (Foto: Sakis Gioubasis, Pressefreigabe)

Special guest auf der Tour ist die Power Metal-Band Firewind. Jedes Mal, wenn sie in den letzten 20 Jahren ein Album veröffentlichten, waren die Fans nicht nur von der Brillanz des Ausnahmegitarristen Gus G beeindruckt, sondern auch von den Fähigkeiten jedes Sängers der Band. Neben den fantastischen Riffs, Hooks und Soli der begnadeten Hände von Gitarrist Gus ist es die großartige Gesangsmelodie, die für Aufsehen sorgt. Daran hat sich auch auf ihrem 2020 veröffentlichten Album „Firewind“ nichts geändert, im Gegenteil: Mit seiner charismatischen Stimme veredelt Neuzugang Herbie Langhans jeden der zehn neuen Melodic Metal-Songs und verleiht ihnen eine Ausdruckskraft, die sich sehen lassen kann.

Die Dates:

  • 11.02.2023 München, Tonhalle
  • 14.02.2023 Stuttgart, LKA Langhorn
  • 15.02.2023 Oberhausen, Turbinenhalle
  • 28.02.2023 Frankfurt, Batschkapp
  • 01.03.2023 Hannover, Capitol
  • 03.03.2023 Hamburg, Grünspan
  • 09.03.2023 Berlin, Huxleys
  • 10.03.2023 Leipzig, Felsenkeller

Links:
www.beastinblack.com
www.firewind.gr

Veranstalter:
www.livingconcerts.de

Michael Lange
Michael Langehttps://www.be-subjective.de
Michael Lange. MichaL ist der Methusalix in unserem Team. Ein Original, ein Sympath, ein Genießer von A wie Abba bis Z wie Zabba und im realen Leben ein Stepptänzer. »Jawohl, das mit dem KlackerdiKlack.« MichaL hat schon Rock’n’Roll gehört, da waren die Little Boy Blue and the Blue Boys noch grün hinter den Ohren. Man munkelt er konnte schon einparken, da gab es noch nicht mal Rückspiegel, geschweige denn Einparkhilfen. Dennoch ist die MichaL noch lange kein Oldy oder darauf fokussiert. The big L war plötzlich da. Zeitlos. Unerwartet und doch völlig freiwillig tauchte er in unserem Universum auf und bereichert es. KlackerdiKlack.

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