Umbra et Imago: Die Unsterblichen (2015) Book Cover Umbra et Imago: Die Unsterblichen (2015)
Gothic Rock
Oblivion
16.01.2015

Tracklist:

  1. Intro
  2. Die Unsterblichen
  3. Gimme Nothing
  4. Der Liebe Geweiht
  5. Viva Vulva
  6. Get Off
  7. Sex Vampire
  8. Radiosong
  9. Wiegenlied Eines Vampirchens
  10. Tief In Den Augen
  11. Requiem
  12. Doomsday
  13. Seelen-Maler
  14. Libretto

 

Über „Umbra et Imago“ muss man wohl nicht allzu viele Worte verlieren. Frontmann Mozart samt Madelaine LeRoy haben sich im Laufe der Zeit einen Ruf wie Donnerhall in der schwarzen Szene erspielt. Mit aufwendigen Bühnenshows, die immer mit dem Touch einer BDSM-Vorführung spielen, dürften ihre Auftritte zu den umstrittensten der gesamten Szene gehören.

Nach einem kurzen Intro beginnt dann auch sogleich der Titeltrack „Die Unsterblichen“. Ein Song, zwischen Himmel und Hölle. Orgelklänge treffen auf E-Gitarren und erschaffen damit eine Stimmung der Beklommenheit. „Gimme nothing“ ist eine gut gemachte Mid-Tempo Nummer, die auch auf den Tanzflächen zuhause ist, ohne dabei ins Klischee abzudriften. Klassischer Gothic Rock at ist best. „Der Liebe geweiht“ beginnt mit einem Orgel-Intro, ehe Mozarts unverwechselbare Stimme einsetzt und aus dem Track ein dunkelschwarzes Gedicht im Rock Gewand zaubert. „Viva Vulva“ ist mit gut 9 Minuten das längste Stück auf diese CD. Ein Song, den man in Ruhe genießen sollte, so facettenreich präsentiert sich dieses Epos. Mit „Get off“ wird es dann wieder schneller und rockig-trotzig. Dieser Track sollte es auch live schaffen, das Publikum zu begeistern.

„Sex Vampire“ ist ein dunkler Gothic Rock Song, der durch seinen charmanten Refrain zum Schmunzeln anregt. Der „Radio Song“ rechnet mit dem Mainstream ab, sicher kein neues Thema, aber aktueller denn je. „Wiegenlied Eines Vampirchens“ ist ein vertontes Gedicht, das von sanften Eletro-Klängen begleitet wird. Ein Track für einen ruhigen Abend zuhause. „Tief in den Augen“ beginnt langsam, kann sein Tempo im Laufe des Songs jedoch steigern und entwickelt sich zu einem Highlight dieses Albums.

Mit „Requiem“ steht ein absolut gelungenes Stück auf der Trackliste. Die Mischung zwischen Electro und Rock passt hervorragend und wird jeden Dancefloor in einen Flächenbrand verwandeln. „Doomsday“ kommt schnell und hart daher. Ein Song zum Abgehen und Abtanzen. Der „Seelen-Maler“ ist ein dunkelromantisches Gedicht, das Mozart in seiner unnachahmlichen Art interpretiert. Mit „Libretto“ endet dieses Machwerk einer der umstrittensten Band der schwarzen Szene zu Ende.

Fazit:
Umbra et Imago sind zurück und haben ihren Stil weiterentwickelt ohne sich dabei selbst zu verraten. Ein Album, das definitiv seine Spuren hinterlassen wird.

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Um unglaublich international zu wirken, hat die Redaktion einen Headhunter auf DEN Berliner angesetzt. DAS Phantom, wie es aus Szenekreisen heißt, hat viele Tarnidentitäten. Gesichert ist, dass der Dämon – ein gerade mal 76 Zoll großer metalbesessener Gothik-Zwerg – im Nebenerwerb als Schauma-Shampoo-Model jobbt und einen mittel bis stark ausgeprägten Festivalfetisch pflegt, sich während der Wintermonate mit Kneipensport Ersatzbefriedigung verschafft und eine ruhige Kugel in seinem Prinzessin-Lilliefee-Darkroom schiebt. Ob es das Spandauer Edelexemplar wirklich gibt oder auch Bernhardt nur ein Pseudonym ist, konnte bisher nicht geklärt werden.