Lord of the Lost: Swan Songs (2015) Book Cover Lord of the Lost: Swan Songs (2015)
Gothic Rock
Out of Line
20.03.2015

Tracklist:

Disk 1

  1. Six Feet Underground
  2. Dry The Rain
  3. Beyond Beautiful
  4. See You Soon
  5. Go To Hell
  6. Antagony
  7. Love In A Time Of War
  8. October 29
  9. Prison
  10. Till Death Us Do Part
  11. Afterlife
  12. Sober
  13. Credo

Disk 2

  1. Porcelain
  2. Lost In A Heartbeat
  3. Annabel Lee
  4. So Good It Hurts
  5. This Life Divided
  6. The Sands Of Time
  7. If Johnny Cash Was Here
  8. Somewhere

Chris Harms und seine Mannen haben sich nach ihrem letzten Rock-Album etwas Besonderes für ihre Fans ausgedacht. Inspiriert vom „Gothic meets Klassik“ – Konzert in Leipzig ist eine Orchester Best-of CD entstanden.

Mit „Six feet underground“ beginnt die Reise in eine Welt zwischen den Lords of the Lost und der klassischen Musik. So hat man diesen Song bisher noch nie gehört. Orchester Bombast in seiner reinsten Form. Mit „Dry the rain“ zeigt Chris seine gefühlvolle Seite und wird dabei von einem Streicherorchester begleitet, das dem Zuhörer sofort Gänsehaut zaubert. „beyond beautiful“ wird mit sanften Pianoklängen begleitet, während Chris dem Track eine ganz besondere Tiefe verleiht.

„See you soon“ klingt in der neuen Version noch eindringlicher. So will man diesen Song immer wieder hören. „Go to hell“ überrascht mit sanften Gitarrenklängen und erzeugt eine wohlige Atmosphäre, wie man sie sonst nur vom Lagerfeuer kennt. „Antagony“ beginnt langsam, kann sein Tempo im Laufe des Songs jedoch steigern und entwickelt sich zu einem wahren Highlight des Albums. Bei „Love In A Time Of War“ kommt die rauchige Stimme von Chris besonders gut rüber und verleiht dem Track eine coole Attitüde, die man in dieser Form nicht erwartet hätte. „October 29“ ist die Lebensbeichte, die durch eine dramatische Instrumentalisierung des Orchesters noch bedrohlicher wirkt.

Bei „Prison“ wird es etwas verspielter. Dem Track, den wohl jeder Szenegänger kennt, ist in dieser Version neues Leben eingehaucht worden. So kann man sich auch einen Abend im Konzerthaus sehr kurzweilig vorstellen. „Till Death Us Do Part“ punktet durch seine geniale Melodie und die tolle Umsetzung als Orchesterstück. Mit „Afterlife“ wird eines der eindrucksvollsten Lieder der LotL präsentiert. Die epische Instrumentalisierung macht diesem Track zu einem wahren Diamanten .Mit „Sober“ und „ Credo“ wird das Best-of Kapitel dieses opulenten Werkes beendet.

Auf der Bonus CD finden sich insgesamt 8 neue Songs. „Porcelain“ ist eine sanfte Ballade, die durch ein Piano begleitet wird. „Lost In A Heartbeat“ dürfte zu einem absoluten Fan-Liebling mutieren. Der Refrain packt den Zuhörer sofort und auch die Melodie geht sofort ins Ohr. „Annabel Lee“ kann durch die Streicher überzeugen und lädt zum Mitsingen ein. „So Good It Hurts“ ist ein klassisches Lord of the Lost Stück, sehr hörenswert. Dunkler wird es bei „This Life Divided“. Ein Song, der auch Dunkelromantiker aus der Seele sprechen dürfte. Kurzweilig und beschwingter wird es mit „The Sands Of Time“. Dieser Track ist einfach zeitlos und immer wieder hörbar. Eine Hommage an eine Country Legende wurde mit „If Johnny Cash Was Here” erschaffen. Ein grandioser Track, der sich seinen Stellenwert ohne Zweifel erkämpfen wird. Mit der Piano-Ballade „.Somewhere“ endet die Bonus CD und entlässt den Zuhörer in die ungeschönte Realität.

Fazit:
Lord of the Lost erschaffen sich mit diesem Album ihr eigenes Denkmal. Opulenter und bombastischer hat man die Jungs aus Hamburg bisher noch nicht gehört. Man darf gespannt sein, wie man dieses Material auf die Bühne bringen wird.

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Um unglaublich international zu wirken, hat die Redaktion einen Headhunter auf DEN Berliner angesetzt. DAS Phantom, wie es aus Szenekreisen heißt, hat viele Tarnidentitäten. Gesichert ist, dass der Dämon – ein gerade mal 76 Zoll großer metalbesessener Gothik-Zwerg – im Nebenerwerb als Schauma-Shampoo-Model jobbt und einen mittel bis stark ausgeprägten Festivalfetisch pflegt, sich während der Wintermonate mit Kneipensport Ersatzbefriedigung verschafft und eine ruhige Kugel in seinem Prinzessin-Lilliefee-Darkroom schiebt. Ob es das Spandauer Edelexemplar wirklich gibt oder auch Bernhardt nur ein Pseudonym ist, konnte bisher nicht geklärt werden.