Century: The Secret Inside (2002) Book Cover Century: The Secret Inside (2002)
Paul-Eduard Rück
Drakkar
22.04.2002

Tracklist:

  1. Here is the rain
  2. Lost
  3. Dancing with tears in my eyes
  4. Save the pain
  5. One, five, seven
  6. Between all time
  7. When weak eyes
  8. The secret inside
  9. Down on this side
  10. Nohold

Gothic? Gothic Metal?
Nein, eher etwas dazwischen...

CENTURY repräsentieren sich mit THE SECRET INSIDE als softe Gothic-Band, die sich mit einigen metallischen Klängen ausschmückt. Klingt vielleicht abwertend, ist es aber nicht. Damit ist lediglich der Stil gemeint: Drums, ab und zu eine E-Gitarre und (jetzt kommt das ausschlaggebende) viele Synthi- und/oder Keyboard-Sounds. Dazu eine sanfte Männerstimme, die gleichzeitig mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu singen scheint, was sich wiederum auf die Songs überträgt...

Insgesamt erinnern CENTURY an eine metallische Version von APOTYGMA BERZERK... Und da wären wir wieder am Anfang bei der Genre-Bezeichnung: Wenn ich alles auf dieser CD berücksichtige dann würde ich CENTURY als Gothic-Metal-Future-Synth-Pop bezeichnen.
Schwachpunkte kann ich nicht wirklich entdecken. Zumindest musikalisch nicht, da die Songs super arrangiert sind, kein Instrument verfehlt hier seinen Einsatz, und es klingt auch nicht wie auf einem Bierzelt aufgenommen. Was ich jedoch ein wenig bemängeln muss ist die Originalität der Songs: Einige klingen durchaus etwas gleich, was besonders durch einen an einigen Stellen monotonen Gesang auffällt, wodurch sie teilweise ihren Wiedererkennungseffekt verlieren.

Glücklicherweise ist das ein kleiner Punkt und kein Grund es an die große Glocke zu hängen. Für alle, die jedoch auf verspielte Melodien und wechselnde Stimmlagen Wert legen, sei empfohlen dieses Album zunächst Probe zu hören...

FAZIT:
Für hartgesottene Metal-Fans wahrscheinlich nichts, das ist klar. Zugreifen sollten hier eher Gothic begeisterte Menschen, die auf leichte Melodien mit gleichzeitig einem träumenden und tanzbaren Charakter stehen.Als besonderer Anspieltipp ist “Dancing” zu empfehlen - für mich der coolste Song dieses Albums...