Paradise Lost: Symbol Of Life (2003) Book Cover Paradise Lost: Symbol Of Life (2003)
Paul-Eduard Rück
Canada (Megaphon Importservice)
02.12.2003

Tracklist:

  1. Isolate
  2. Erased
  3. Two Worlds
  4. Pray Nightfall
  5. Primal
  6. Perfect Mask
  7. Mystify
  8. No Celebration
  9. Self-Obsessed
  10. Symbol of Life
  11. Channel for the Pain
  12. Xavier
  13. Small Town Boy

Paradise Lost boten in ihren letzten Alben ausschließlich Electro-Pop, was der Band durchaus gut tat - in Sachen Geld, Ruhm, und neue Fans. Tatsache ist jedoch, dass Paradise Lost mal eine düstere Gothic-Rock Band waren, und ältere Fans sehnten sich langsam mal wieder nach härteren Riffs. Mit Believe In Nothing gelang dies auch teilweise - E-Gitarren dominierten erneut und ließen keine Wünsche mehr übrig.

Mit Symbol Of Life wird das nun fortgesetzt: Auch auf diesem Album kracht es gewaltig, mit dem kleinen und sehr feinen Unterschied, dass diesmal eine Menge andere Stilrichtungen noch beigemischt wurden. So klingt diese CD fast wie ein Sampler, auf dem sich Songs aus dem Bereich des Gothic, Electro-Pop, Heavy Metal, Darkwave und Industrial befinden...

Ob das nun gut oder schlecht ist, kann ich nicht beantworten - das muss jeder für sich herausfinden. Nichtsdestotrotz bekommt ihr meine Meinung dazu: Ich finde diesen Stilmix auf der einen Seite sehr gut, da Paradise Lost zeigen, dass sie nicht in einer Nische bleiben wollen, und dass sie neues probieren und es versuchen weiterzuentwickeln. Auf der anderen Seite jedoch, zeigt sich für mich deutlich, dass die Band es noch nicht drauf hat so viele Stilrichtung in sich zu vereinen. Woran es dabei am ehesten hapert, ist die musikalische Umsetzung - an einigen Stellen geht die Stimme in Echos oder Electro-Gedudel verloren, Gitarren und klassische Instrumente passen teils nicht zusammen, und die Drums vertragen sich nicht unbedingt immer mit den Keyboards. Ich weiß nicht ob das Absicht war, aber ich hoffe mal es war keine, denn sonst müsste ich wirklich am Verstand der Band zweifeln...

Das gilt jetzt sicherlich nicht für alle Songs auf dem Album. Es ist sogar so, dass man hier wahrhafte Leckerbissen findet, um nicht gar Kultsongs zu sagen.

Als Beispiele wären da 2Worlds, Mystify sowie Erased zu nennen. Letzteres wird in nahezu jeder Gothic/Metal-Disco regelmäßig gespielt - in den paar von mir Besuchten war das zumindest so...

Zusammengefasst bieten Paradise Lost hier durchaus eine Menge Ohrwürmer, die (und das ist immer noch Markenzeichen der Band) dem Zuhörer viel Dramatik, Weltschmerz, Melancholie und Pathos näher bringen. Zwar schwächelt die CD an einigen Stellen, aber das sind meiner Meinug nach lediglich kleine Schönheitsfehler, die man der Band verzeihen kann...

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