Blutengel: Tränenherz (2011) Book Cover Blutengel: Tränenherz (2011)
Out Of Line
18.02.2011
www.blutengel.de

Tracklist:

CD 1 (regular CD)

  1. Tränenherz - Prologue
  2. Über den Horizont
  3. The lost Children
  4. Save me
  5. Irgendwann
  6. The watcher
  7. Ordinary darkness
  8. Reich mir die Hand
  9. Down on my knees
  10. Doomsday
  11. Undone
  12. The End
  13. Das andere Ich
  14. Ein Augenblick
  15. Tränenherz - Outro

CD 2 (deluxe version)

  1. Vampire´s Call
  2. L.I.E.B.E
  3. Childhood
  4. Mera Noire
  5. Dein Leben
  6. Death is calling
  7. Soul in Isolation
  8. Cursed
  9. Mondnacht
  10. Fly away
  11. Why did you?

CD 3 (limited Boxset)

  1. Aries
  2. Taurus
  3. Gemini
  4. Cancer
  5. Leo
  6. Virgo
  7. Libra
  8. Scorpio
  9. Sagittarius
  10. Capricorn
  11. Aquarius
  12. Pisces

Wieder einmal ein neues Album von Blutengel. Okay eigentlich nichts wirklich Spektakuläres. Denn immerhin muss das Hauptprojekt von Mastermind Chris Pohl ja auch weiterleben und kommt doch jedes Jahr mindestens eine neue Scheibe auf die Welt.

War es derweil 2010 nur eine MCD ist es diesmal umso Mächtiger. Je nach Version bekommt man bis zu DREI CDs mit diversen Booklets und Fotos und, und, und. Obgleich ich nur die DCD Version vorliegen habe, sind aber zur Vervollständigung auch die Tracks der dritten (Sternzeichen) CD aufgeführt. Respekt. Dabei muss der Mann doch neben seinen anderen Projekten, Konzerten und Arbeiten ja auch mal ausruhen. Meint man und irrt sich gewaltig. Andererseits bekommt man aber auch gerade wieder bei Blutengel zu dem Problem, geliebt oder gehasst. Ich muss gestehen, dass mir dieses Projekt noch immer am wenigsten zusagt. Und so bestätigt leider auch das Vorurteil, das gerade die erste CD wie eine ewige Wiederholung klingt. Jedenfalls muss ich der ersten sehr klassischen Blutengel-CD zu gute halten, das eben seine Fans nicht enttäuscht werden.

Verspielt romantische Duette, Ansätze von Streichern und Pianoklänge machen die eher ruhigen Stücke zu einem Werk, das zu jedem Rollenspielabend bei „Shadow oft he Vampires“ laufen kann. Bis eben zum „The End“ dem Stück was eine kleine Wende einleitet. Schnelle Beats, Electroklänge und eine Schlagzahl für die Tanzfläche zeigen, was mit dem eher „vampier“-romantischen Projekt Blutengel noch möglich ist und das über gute sechs Minuten lang. Auch der Nachfolge-Track lebt noch von dem höheren Tempo. Aber danach wird man auch langsam zum Ende der CD dazu genötigt sich wieder den Träumen hinzugeben oder einfach einzuschlafen. Obschon das Outro angenehm zu hören ist.

Die zweite CD wird mit einem hören Tempo gestartet. Das lässt hoffen und wird besonders mit dem Track „L.I.E.B.E.“ auch von der gespielten Bandbreite auf eine gewisse Höhen getrieben. Denn partiell erinnert wenigstens der Gesang von CP durchaus stark an sein Terminal Choice Projekt, welches mir eben auch um einiges besser gefällt. Trotz aller Kritik ist aber dieses Album, wie man es von CP erwarten darf auch hoch professionell eingespielt und wird mit weiblicher Unterstützung immer wieder zu einem romantischen Erlebnis. So man denn so etwas mag. Die restlichen Tracks auf dieser CD sind bis eben auf wenige Ausnahmen wie „Mera Noire“ oder „Cursed“ durchaus von höherem Tempo geprägt. Wobei durchaus die auch als Anspieltipps gebranntmarkten Tracks als Clubhits geeignet sind. Vor Allem „Fly Away“ ist durch seinen extrem gängigen Takt und Tempo herausragende Songs. Leider führen die teils wie eine immer währende Wiederholungen der anderen Songs zur Abwertung. Sonst hätte eben weniger mehr sein können.

„Why Did You“ zum Abschluss lässt dann auch die Kerzen ausglühen und die Romantik hoch leben. Leider kann ich nächste Woche nicht diese Eindrücke durch ein Konzert bestätigen, man kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen und es gibt eben noch besseres als Blutengel. Jedenfalls für mich. Aber dieses Album sollte für den eingefleischten Fans einen festen Platz im Player finden.

Anspieltipps:  

  • „The End“
  • „L.I.E.B.E.“
  • „Fly Away”
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Oliver Garrandt
Oliver Garrandt ist ein ECHTER Fotograf! Echt jetzt!! Mit Betonung auf Graf, aber in der Regel inkognito, mit Verzicht auf Titel und jegliches Zeremoniell. Alles andere wäre albern und unpraktisch. Man erzählt sich, von Garrandts Sommerresidenz in Dings bei Bums sei soetwas wie das rebellische Knusperhäuschen der internationalen Anti-Low-Carb-more-Fat-Bewegung. Ein käseüberbackenes, solarbetriebenes Nudelparadies mit extradünnen Extras. Der blaublütige Pixelprommi is so fucking real und exclusiv, der lebt sogar seinen Hang zu Electro und alternativer Musik, „die gern auch Crossover Industrial und Metal beinhalten darf“, offen aus.