Trosse Kult Open Air 2016: Turbostaat, Fjørt, Long Distance Calling, Kapelle Petra, Mailbox u.v.m.

Fjørt (Foto: Andreas Hornoff)

Das Trosse Kult Open Air wächst. In diesem Jahr legt der Trosse Kult e.V. für sein Festival im Münsterland noch einmal eine große Schippe drauf, um die alten Besucherrekorde weiter nach oben zu treiben. Getragen durch viele ehrenamtliche Hände hat sich das Festival an der Ems in den vergangenen zwölf Jahren zu einer kleinen aber feinen Marke etabliert. Dabei steht Trosse Kult für musikalische Vielfalt, wie ein Blick in die vergangenen Jahre zeigt: Jupiter Jones, Triggerfinger, Emil Bulls, Sondaschule oder The Boss Hoss gaben hier auf den Bühnen mächtig Gas. Für 2016 versprechen die Veranstalter ein paar besondere Höhepunkte bei einem aufgestockten Line Up, wobei an der Qualität nicht gespart wurde!

Als Special gibt’s in diesem Jahr das „Gelbe vom Ei­Ticket“ für schlappe 15,­€. Natürlich ist dieses Angebot limitiert und man sollte sich ranhalten. Auf die Tasse fertig los.

LineUp:

Turbostaat kommen aus Husum, verdammt! Und mit ihrem deutschsprachigen Punkrock haben sie in den vergangenen Jahren so manche Latte aus dem Zaun gebrochen. Dabei sind sie sogar so überzeugend, dass nicht nur die eingeschworene Punk­Gemeinde auf die Konzerte pilgert, sondern auch gesetzte Kulturmagazine über Turbostaat berichten. Seit 1999 sind die Jungs unterwegs, haben sechs Longplayer veröffentlicht und stürmen mit dem aktuellen Tonträger „Abolonia“ die alternativen Hitparaden.

Fjørt: Na, welcher Stern geht denn

Fjort (Foto: Isabelle Hannemann bs!)

da gerade auf? FJØRT haben sich in den vergangenen vier Jahren die Finger blutig gespielt, jetzt starten sie mit ihrer ersten Headliner­Tour durch und kommen

dabei auch zum Trosse Kult. Mit ihrem Woah­Posthardcore sorgen sie nicht

 

unbedingt für die sanften Töne, wie das aktuelle Album „Kontakt“ beweist. Mit „Kontakt“ sind sie nun auch beim Hamburger Label Grand Hotel van Cleef aufgeschlagen. Die Visions hat geschrieben: „FJØRT gehören nun zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Posthardcores“. Na dann kommt mal schön zum Trosse Kult!

Mr. Irish Bastard (Foto: Isabelle Hannemann 2015)
Mr. Irish Bastard (Foto: Isabelle Hannemann 2015)

Mr. Irish Bastard geben sich die Ehre: Irischer Punk mit Tin­Whistle und Banjo sorgt für angenehme musikalische Akzente. Über 500 Konzerte haben die Bastards aus Münster schon gespielt, waren mit The Pogues, Flogging Molly oder den Dropkick Murphys auf Tour und schaffen es dabei, klassischen Punk mit neuen Einflüssen zu mischen. Dass da der Pogo vor der Bühne abgeht dürfte klar sein!

Kapelle Petra sind die Haus­und­Hof­Band des Trosse Kult. Im Zwei­Jahres­Rhythmus schaut Hamms beste Band vorbei. Dieses Mal haben sie ihr neues Album „The Underforgotten Table“ mit im Gepäck. Man darf gespannt sein. Schließlich läuft die Headliner­Tour mehr als gut, die Tickets gehen deutschlandweit weg wie geschnitten Brot. Dass sie dennoch wieder zum Trosse Kult kommen ist wie ein kleines Familienfest.

Middleman kommen aus Leeds und machen – ja was eigentlich? Einigen wir uns auf Alternative Rock, aber mit schönen elektronischen Beats, sprachgewaltigem HipHop und Indie. Die vier Jungs kommen gerade aus dem Studio und werden daher ihr schon drittes Album in Rheine spielen. Seit 2006 ist die Band in Europa unterwegs und hat weit mehr als 200 Gigs gespielt. Nachdem ihr Auftritt beim Trosse Kult vor zwei Jahren aufgrund des schrecklichen Wetters sprichwörtlich ins Wasser fiel, heißt es in diesem Jahr hoffentlich im Trockenen: „Whoop Whoop!“

Who Killed Bruce Lee sind mit Sicherheit eine der aussergewöhnlichsten und spannendsten neuen Bands des nternationalen Musikgeschäftes. Im Spätsommer des vergangenen Jahres haben Who Killed Bruce Lee ihre Zelte in Beirut abgebrochen und sich auf den Weg nach Deutschland gemacht, um in den Riverside Studios ihr Debüt-Album „Distant Rendezvous“ zu recorden. Dies geschah unter Anleitung des australischen Produzenten Victor Van Vugt (u.a. Depeche Mode, Nick Cave, PJ Harvey). Seitdem ist viel passiert und die Männer aus dem Libanon begeistern zugleich Veranstalter, Musikfans und Medien.

Long Distance Calling: Nach ihren Anfängen als Instrumental Band und ihrem gefeierten Debut ›Satellite Bay‹ in 2007 konnten sie nach Touren mit Größen wie den Deftones, Dredg und Anathema und vielen mehr auf eine respektable Fanbasis bauen. Andere hätten nach einem derartigen Erfolg an dieser Formel festgehalten. Nicht so Long Distance Calling, die, als ihre Songs danach verlangten, sogar nicht davor zurück schreckten, mit diversen Gastsängern zu arbeiten. Von Trips gibt’s gewiss auch einiges zu hören…

Massendefekt: Ein Abend mit Massendefekt? Du singst, du tanzt, du schwitzt, du lachst, du wirst berührt. Ein Abend mit Massendefekt bleibt hängen. Hier kommt eine Band, die Bock hat, zu spielen. Wenn andere Bands auch nah an ihren Fans sind – Massendefekt sind näher.

Liedfett: Das hanseatische Akustik-Punk-Trio Liedfett, aka Sprinder, Lucas und Philipp, entert die Autobahn und stürmt erneut die Clubs! Im Gepäck ihre neueste Formel zu melodiösen Weltverbesserung: „LAUFENLASSEN“! Zwei Jahre nach „KLARKOMM“ kreieren die Schirmherren des Liedermaching-Untergrund den aktuellsten Schlachtruf zur juvenilen Selbstfindung auf Tanzebene. Laufenlassen, Leute, einfach laufenlassen! Den Flow, die Freundschaft und die Freude! Verzeihen Sie die Alliteration an dieser Stelle.

Außerdem mit dabei: Antillectual, Snareset, Great Escapes, Mailbox,..

Die Dates:

  • 03.09.2016, Festivalgelände Beckmann, Hohe Heide, Rheine­Mesum (bei Münster, NRW)
    Einlass: 14:00h ­ Beginn: 14:30h

Links:

www.trossekult.de
www.facebook.com/TrosseKult