Preview: Alex Mofa Gang lassen das Ende offen. (2019)

Alex Mofa Gang (Foto: Daphne Dlugai bs! 2018)

Klar, Alex hat Hummeln im Hintern. Aber kein Grund zu Sorge, auch mit dem dritten Studioalbum lässt ihn seine Gang nicht den Vorgarten des Reihenhauses gießen. Passend zum Thema des Albums, das von Aufbruch und Ausbruch handelt, wird es Zeit, die Couch gegen den Tourbus und das Wohnzimmer gegen Konzertsäle zu tauschen, um allerhand tragische, komische und auch skurrile Abenteuer zu bestehen und auf der Bühne von ihnen zu erzählen.
Frontmann Sascha schildert den Grundgedanken und die Bedeutung, die jedes einzelne Konzert seiner Band vermittelt: „Wir sind eine Gang, eine Familie, ein Haufen aus Freunden. Nicht umsonst haben wir das schon im Namen zum Ausdruck gebracht.“ Für Alex Mofa Gang sind die Konzerte Zeitpunkt und Gelegenheit unter Beweis zu stellen, dass der Name und die Philosophie fundamentaler Bestandteil der Band sind. „Es ist wunderschön zu sehen, wie über die letzten Jahre eine Fangemeinde gewachsen ist und immer weiterwächst. Die Gang wird größer, das ist unser bisher größter Erfolg als Band und gleichzeitig auch das Hauptziel. Die Konzerte sind das, wofür wir die Musik machen.“

Zum Release von „Ende offen“ steht natürlich auch eine Club-Tour auf dem Plan. Ende 2019 werden sich Band und Fans wieder gleichermaßen verschwitzt und glücklich in den Armen liegen.

Bleibt immer noch die müßige Frage nach der Schublade. Die lauteste Popband des Landes? Vielleicht. Eine Punk-Rock-Kapelle mit Pop-Appeal? Geht auch. Wer 2019 ein Ticket für Alex Mofa Gang ergattert und schließlich bei einer der Shows durchdreht wird allerdings schnell feststellen, dass man die Jungs am besten einfach unter „YEAH! YEAH!“ ablegt und den Moment nicht an Nebensächlichkeiten verschwendet.

Die Dates:

  • 06.12.2019, Leipzig, Werk 2
  • 07.12.2019, Berlin, Lido
  • 13.12.2019, Bremen, Tower
  • 14.12.2019, Frankfurt, Nachtleben
  • 20.12.2019, Nürnberg, Z-Bau
  • 21.12.2019, Hannover, Musikzentrum

Links:
www.amg2019.artistbutze.de

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Thea Drexhage
Thea Drexhage hat Salma Hayek einiges voraus! 10 mm. Wie die meisten Frauen der Redaktion, Duffy, Beth Ditto, Joan Rivers oder Angus Young kann sie die MusikerInnen aus dem Bühnengraben also völlig problemlos sehen, wenn jemand ihren Hocker trägt, wird aber - das hat sie mit Salma dann doch wieder gemein - dennoch viel zu oft auf Ihre Körpergröße, ihre Mähne und ihre leicht misanthropischen Anflüge reduziert. Damit sie also nicht im nächstbesten Titty Twister von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang Menschenmengen und Bläser mätzelt, halten wir “Aggro-Thea”, die zuvor ganze Landstriche in Mecklenburg Vorpommern ausgerottet hat, halbtags im spießbürgerlichen Oldenburger Exil an der langen Leine. Seither legt sich die scheißpünktliche existentialistische Besserwisserin analog mit Sartre, Camus & Kodak an und ja, auch wir müssen neidlos zugestehen, dass der Instagram-Account ihrer beiden Katzen “Salma” und “Hayek” mehr Follower pro Tag hat, als unser webzine im ganzen Jahr.