Review: Romantic Darkness Festival (18.02.2006, Glauchau)

Foto: Peggy Graßler
Mit: XANDRIA – REGICIDE – VISIONS OF ATLANTIS – LYRIEL

An diesem Samstag gab es mal was besonderes zu sehen und zuhören, ein kleines Festival der etwas anderen Art, waren denn ausschließlich Bands am Start, welche (auch) eine Frontfrau zu bieten hatten. Ein Aufgebot der unterschiedlichsten femininen Stimmen waren in Glauchau zu Gast, jedoch eines hatten alle gemeinsam, ein heftiges Stück Metal Mucke gab es auf die Ohren. Also nicht nur was für’s Auge, was wohl ganz besonders den männlichen Gästen des Abends eine Freude war, sondern auch ne gute Portion Gothic Metal.

Foto: Peggy Graßler

Foto: Peggy Graßler

Den Startschuss des Abends übernahm die Kölner Band LYRIEL, welche es mit ihrer sympathischen Ausstrahlung schon anfangs schafften, doch ein paar Gäste bis vor die Bühne zu locken, wenn man bedenkt, dass die „Alte Spinnerei“ nicht gerade zum überlaufen voll war. Die Ränge waren gar nicht geöffnet, also muss sich die Besucherzahl im Rahen gehalten haben.  Zurück zu LYRIEL, sieben Musiker fanden sich auf der Bühne ein, was das Ganze etwas sehr eng werden ließ, nichts desto trotz gaben die Mädels und Jungs ein nette Kostprobe ihres Schaffens ihrer mittelalterlich- bis hin zu folkmäßig klingenden Rocknummern.Violine und Cello gab es natürlich auch live, ein nett anzuschauendes kleines Spektakel, mit welchem LYRIEL den Abend eröffneten.

 

 

Foto: Peggy Graßler

Foto: Peggy Graßler

VISIONS OF ATLANTIS waren als zweites an der Reihe. Hier gab es nun doch schon ein paar härtere Klänge zu hören, und ein gelungenes stimmliches Wechselspiel. Wer VoA kennt, weiß was ich meine, nicht nur allein die schick anzusehende neue weibliche Stimme (Melissa Ferlaak) gab ihre gesanglichen Künste zum Besten, Sänger Mario Blank bildete einen sensationellen Gegenpart. Der bombastische Symphonic Metal wusste die Besucher zu begeistern, so dass der heftige Applaus natürlich nicht ausblieb.

Foto: Peggy Graßler

Foto: Peggy Graßler

Nun war es Zeit für REGICIDE, auf welche ich schon recht gespannt war. Haben sie doch mit ihrem Debüt ein wirklich großartiges Stück Musik unter die Leute gebracht, so war man doch gespannt was Album Nummer zwei bringen wird. Einige Kostproben daraus sollte es an diesem Abend zu hören geben.  REGICIDE überraschten mich dann live doch sehr, eine großartige Stimmung unter den Musikern war nicht zu übersehen, und was man eigentlich als live Auftritt bezeichnen würde, grenzte bei REGICIDE doch schon fast an eine kleine theatralische Inszenierung. In Natura gefielen mir auch die gesanglichen Leistungen von Timo und Frauke noch besser, die beiden harmonierten fantastisch zusammen und brachten dank ihrer einzigartigen Ausstrahlung auch schnell das Publikum zum mittanzen und singen. Auch der Rest der Band war mit vollem Einsatz und Freude bei der Sache. Spaß hatten die Jungs und Mädels allemal, egal ob auf oder vor der Bühne, und das war nicht zu übersehen bzw. zu überhören. Vor allem Timo wusste den Schwarzkitteln einzuheizen, so ließ man die Band auch nicht so ohne weites von Dannen ziehen, mit stürmischem Beifall holte man sie noch einmal zurück auf die Bühne, um noch ein letztes Liedchen zum besten zu geben. Also ich würde ja meinen, REGICIDE war DER Hammer des Abends, phantastische Show, geile Musik!

Foto: Peggy Graßler

Foto: Peggy Graßler

Der Höhepunkt des Abends sollten dann aber eigentlich XANDRIA sein, welche nun auch die letzte Band des Abends war. Die Combo wurde schon aufs sehnlichste erwartet, wie mir schien, und mit einem riesigen Applaus begrüßt. Heftig wurde in die Saiten gegriffen und damit für Stimmung gesorgt, nur die Akustik für das Stimmchen von Frontfrau Lisa fand ich etwas dünne. An manchen Stellen war sie kaum zu hören und wurde komplett von den Musikern übertönt. Schade eigentlich, war es doch ansonsten ein recht gelungener Auftritt. Dem Publikum schien dies allerdings nicht viel auszumachen, so wurden auch XANDRIA letztendlich ziemlich abgefeiert.

Ja, was soll man dazu noch sagen…  ein wirklich gelungener Abend war das erste Female Metal Festival. Rockende Mädels, die den Herren zeigten, wo der Hammer hängt. Bejubelt wurden alle reichlich, die Stimmung war phantastisch und alle waren sichtlich zufrieden als der Abend sich dem Ende neigte…

Links:

www.xandria.de 
www.regicide.de
www.visions-of-atlantis.com
www.lyriel-music.de