The Birthday Massacre: Walking With Strangers (2007) Book Cover The Birthday Massacre: Walking With Strangers (2007)
RepoRecords
21.09.2007
www.thebirthdaymassacre.com

Tracklist:

  1. Kill The Lights
  2. Goodnight
  3. Falling Down
  4. Unfamiliar
  5. Red Stars
  6. Looking Glass
  7. Acience
  8. Remember Me
  9. To Die For
  10. Walking With Strangers
  11. Weekend
  12. Movie

Man sollte niemals mit Fremden mitgehen, das predigen unsere Eltern schon seit wir klein sind. Und nun benennt die kanadische Band The Birthday Massacre ihr neues Album nach diesem Verbot. „Walking With Strangers“ will aber nicht böses von dem folgenden Hörer. Drei Jahre nach ihrem bahnbrechenden und hochgelobten Erstlingswerk „Violet“ stehen die Kanadier mit ihrem nächsten Album da.

Die Erwartungshaltung nach so einem gefeierten Durchbruchsalbum muss immens gewesen sein. Doch mit einer unglaublichen Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, so scheint es, präsentiert sich „Walking With Strangers“. Alleine der Einstiegssong „Kill The Lights“ mit sanften, verträumten Intro, das dann von Gitarren und eingängigen Melodien überrollt wird, ist sehr vielversprechend. Die Band versteht es nach wie vor die Spanne zwischen 80er Synthie-Pop und schweren Gitarrenriffs zu nehmen.

Stimmungsvoll geht es weiter, ein roter Faden zieht sich durch sämtliche Songs und nimmt dabei eine weite Spanne musikalischer Einflüsse mit. Dazu die klare Stimme von Frontfrau Chibi, die teilweise entfernt an Madonna in frühen Jahren erinnert und sich perfekt in die Songstrukturen einfügt. Von sanften und verträumten Songs bis hin zu härteren rockigen Stücken, TBM schaffen es Spannung, Abwechslung und vor allem das Niveau stetig hoch zu halten.

Die Magazine behielten mit ihren Lobeshymnen zu „Violet“ recht. Hier trat eine sagenhafte Band in den Vordergrund, die frischen Wind aus Kanada mit sich bringt und noch einiges von sich hören lassen wird.
Bereits gewonnene Fans werden das Album lieben und auch Musikinteressierte, die noch nicht von TBM gehört haben, sollten mal ein Reinhören wagen, denn die Musik umfasst weit mehr als die schwarze Szene. Rock, Elektro, 80er und Alternative sind nur ein paar Begriffe, die auf TBM zutreffen.

Das Label prahlte zuvor mit den Worten es sei bei den Aufnahmen gelungen die immense Liveatmosphäre auf das Album zu bannen. Wenn nun also umgekehrt die Live Show so gut ist wie das Album, dann nichts wie hin!!