The Birthday Massacre: Pins and Needles (2010) Book Cover The Birthday Massacre: Pins and Needles (2010)
Cellar Door/Dependent (Alive)
17.09.2010

Tracklist:

  1. In The Dark
  2. Always
  3. Pale
  4. Control
  5. Shallow Grave
  6. Sideways
  7. Midnight
  8. Pins And Needles
  9. Two Hearts
  10. Sleepwalking
  11. Secret

Alles beim Alten im Hause The Birthday Massacre aus Kanada. Nach 3 Jahren meldet sich die Band, die damals bei ihrem Durchbruch in der Gothicszene einschlug wie ein Blitz, zurück und beweist dass sie nach wie vor ihrem überaus guten Ruf treu bleiben.

Und treu bleiben sie auch ihrem Stil. Die allseits bekannten und so geliebten eingängigen Synthie-Pop-Melodien gepaart mit harten Gitarren und dem sanften Gesang von Frontfrau Chibi. Märchenhafte Lyrics führen den Hörer erneut durch eine zauberhafte Songwelt von The Birthday Massacre und lassen gerne die Zeit vergessen. Eine einwandfreie Produktion, die kein noch so kleines Tönchen von Instrumenten oder Gesang vernachlässig, lässt das Album sehr hochwertig erscheinen.

Von A bis Z wurde hier an alles gedacht bis auf eines: die Weiterentwicklung. Die Songs sind stimmig und knüpfen nahtlos an vergangene Werke an, sind jedoch ebenso austauschbar innerhalb des Albums als auch albumübergreifend. Wenige Songs befinden sich darunter, die wirklich aufhorchen lassen und einen starken Wiedererkennungswert besitzen. Clean und fast brav laufen die ersten Stücke von dem Opener „In The Dark“ über „Always“ zu „Pale“. Dann scheint ein etwas härterer Ansatz bei „Control“ zu folgen, doch leider bleibt Chibis Stimme nach wie vor zu sanft für einen krasseren Song, da helfen auch keine computerverzerrten Einwürfe. Doch trotz aller Ähnlichkeit mit bereits gehabten üben The Birthday Massacre nach wie vor eine ungemeine Faszination auf den Hörer aus und halten ihn bis zum Ende gefangen. Vielleicht ist es der märchenhafte Erzählstil der Songs, oder aber die Einzigartigkeit der Band, mit der kaum eine andere Combo bisweilen bedienen kann – Fakt ist, dem TBM Sog kann sich keiner entziehen. Melodien und Arrangements werden bei dem stark 80ies lastigen Song „Midnight“ ganz groß geschrieben und hier horcht das von der Eintönigkeit eingeschlafene Ohr wieder auf. Und auch der Namensgeber des Albums „Pins And Needles“ sowie „Sleep Walking“ erfreuen mit einem Hauch von Industrial. Es fehlen dem Album zwar die Ecken und Kanten doch außer diesem Punkt gibt es nicht das Geringste auszusetzen.

Vor allem für Fans, die den guten alten Stil lieben und auch weiterhin nicht genug davon bekommen können, stellt das Album ein weiteres Schmankerl im Regal dar. Aber auch ganz neue Hörer können sich sicher mit „Pins And Needles“ besser anfreunden als mit den vergangen Werken.