My Jerusalem: A Little Death (2016) Book Cover My Jerusalem: A Little Death (2016)
Independent
Razor & Tie / Washington Square (rough trade)
24.06.2016
www.thisismyjerusalem.com

Tracklist:

  1. Young Leather
  2. Rabbit Rabbit
  3. It's Torture!
  4. No One Gonna Give You Love
  5. Done and Dusted
  6. Flashes
  7. Dominoes
  8. Eyes Like a Diamond Mine
  9. Candy Lions
  10. Jive For Protection
  11. Young and Worthless
  12. Chrysalis

„My Jerusalem“ kommen direkt aus dem Herzen Texas. Mit ihrer Mischung aus Südstaaten-Rock mit besonderer Attitüde konnten die Jungs bereits auf sich aufmerksam machen.

Bei „Young Leather“ fühlt man sich an einen „Quentin Tarantino“-Film erinnert und spürt die Wüste praktisch in seinem Wohnzimmer. Ein Track, der vor Coolness nur so strotzt. „Rabit, Rabit“ offenbart hingegen auch Radio-Qualitäten. Etwas Independent -Rock, der sicher seine Fans finden wird.

Mit „it’s torture“ betritt man hingegen eher wieder die Südstaaten-Szene. Ein gehauchter Text, der insbesondere die Damenwelt in Begeisterung versetzen wird, zeichnet diesen Rock`n Roll Track aus. Ruhig zeigt sich „Done and dusted“. Erin nachdenklicher Song, der hervorragend zum Lagerfeuer passen dürfte. Etwas bedrohlich zeigt sich „Flashes“. Der Text ist gefühlvoll, während man das Gefühl hat, das sich im Hintergrund das Gewitter zusammenbraut. Mit „Eyes like a diamond mine“ ist anscheinend eine Liebeserklärung verknüpft, die doch sehr stark an etablierte Acts der Independent -Musik-Szene erinnert. Trotzdem geht der Song gut ab und kann überzeugen. Hier solle man dringend mal ein Ohr riskieren. Mit „Candy lions“ wird erneut das Tempo gebremst. Ein verträumter Beitrag, der sich für verregnete Sonntagnachmittage eignet. In einem ähnlichen Tempo präsentiert sich „Yound and worthless“. Diesem Gefühl, das in der jüngeren Generation sehr verbreitet ist, wird mit diesem Song ein musikalisches Denkmal gesetzt. Keine leichte Kost, dennoch ein absoluter Mutmach-Track. „Chrysalis“ beendet dieses Album nachdenklich. Ungewöhnliche Instrumentalisierung legt den Fokus deutlich auf den einprägsamen Gesang.

Fazit:
Wer hier ein knallhartes Rock-Album erwartet, wird enttäuscht werden. „My Jerusalem“ legen ihr Hauptaugenmerk deutlich auf ruhige Stücke, die mit gut durchdachten Texten verziert wurden. Keine CD, die man einmal hört und sofort Fan ist. Hier braucht es etwas Zeit, dann sollte man jedoch an diesem Album seine Freude haben.

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Um unglaublich international zu wirken, hat die Redaktion einen Headhunter auf DEN Berliner angesetzt. DAS Phantom, wie es aus Szenekreisen heißt, hat viele Tarnidentitäten. Gesichert ist, dass der Dämon – ein gerade mal 76 Zoll großer metalbesessener Gothik-Zwerg – im Nebenerwerb als Schauma-Shampoo-Model jobbt und einen mittel bis stark ausgeprägten Festivalfetisch pflegt, sich während der Wintermonate mit Kneipensport Ersatzbefriedigung verschafft und eine ruhige Kugel in seinem Prinzessin-Lilliefee-Darkroom schiebt. Ob es das Spandauer Edelexemplar wirklich gibt oder auch Bernhardt nur ein Pseudonym ist, konnte bisher nicht geklärt werden.