Blutengel: Omen (2015) Book Cover Blutengel: Omen (2015)
Out of Line
13.02.2015
http://www.blutengel.de

 Tracklist:

  1. Prologue: Omen
  2. Sing
  3. The Siren
  4. Wir sind was wir sind
  5. Give Me
  6. The War Between Us
  7. Fire in the Distance
  8. Dein Gott
  9. Guilty
  10. Save Us
  11. Der Regen fällt
  12. Ich bin das Feuer
  13. Holy Blood
  14. Asche zu Asche
  15. Bow Down
  16. Elegy
  17. Inside of Me
  18. Save Your Tears
  19. Am Abgrund
  20. Starkeeper
  21. Fire in the Distance
  22. Stay (with Me)
  23. Lovesong?
  24. Asche zu Asche (Static Violence Remix)

Nomen est Omen est Blutengel. So brav, heilig und unbefleckt wie das Cover auch vermuten lassen mag: Omen ist ein Blutengel-Werk, wie es typischer nicht sein kann. Getragene Monumentalsongs mit schlageresken Inhalten wie „Dein Gott“ oder „Guilty“ wechseln sich mit gut tanzbaren Songs wie „The war between us“, „Save me“ oder „Give us“. Das sind energiegeladene Blutengel-Stücke par excellence.

Während Kritiker meinen, „Omen“ sei ein lauwarmer Drittaufguss voller Inspirationslosigkeit und ohne Überraschungen, freuen sich eingefleischte Fans über das 13. Studioalbum und feiern es als „das bislang beste Blutengel-Album“.

Die Wahrheit liegt – wie so oft – dazwischen. Recht haben am Ende beide. Während „Asche zu Asche“ beim Ramstein einst deutlich mehr Feuer hatte, klingen „Inside of me“, „Starkeeper“, „Fire in the distance“ oder „Ich bin das Feuer“ wie gute alte Freunde der Band, die man gern wieder und wieder hört, Kopf und Füße zum Mitwippen animiert und sich auf das nächste Livekonzert freut. Treibende Rhythmen, unkompliziert eingängige Elektronik mit ein paar Bassriffs im altbewährten Stil. Das war immer gut an Blutengel. Und das ist auch an „Omen“ gut geblieben.

Zu alter Härte und den Industrial knallhart streifend, kehrt die Band mit „Holy Blood“ fast zu ihren Wurzeln zurück. Auch das kann man mögen – oder als schon Dagewesenes verteufeln. Der Remix von „Fire in the distance“ von Terminal Choice fügt sich nahtlos in das übrige Album ein, das mit insgesamt 24 Songs durchaus dicke gepackt ist. Getragene Melancholie der dunklen Seite wechselt im nächsten Moment zum großen Feuerwerk auf der Tanzfläche. Vom orchestralen Intro, das in die Hit-Single „Sing“ mündet, über treibende Electro-Sounds wie in „The Siren“ oder dem betont nostalgischen „Asche zu Asche“ bis hin zum hymnischen „Wir sind was wir sind“ zeigen sich Chris Pohl und Ulrike Goldmann auf „Omen“ ausgesprochen vielseitig.