Black Stone Cherry: Kentucky (2016) Book Cover Black Stone Cherry: Kentucky (2016)
Modern Rock
Mascot Records
01.04.2016
www.blackstonecherry.com

Tracklist:

  1. The Way Of The Future
  2. In Our Dreams
  3. Shakin´ My Cage
  4. Soul Machine
  5. Long Ride
  6. War
  7. Hangman
  8. Cheaper To Drink Alone
  9. Rescue Me
  10. Feelin´ Fuzzy
  11. Darkest Secret
  12. Born To Die
  13. The Rambler
  14. I Am The Lion (Deluxe Edition Bonustrack)
  15. Evil (Deluxe Edition Bonustrack)

 

Kentucky´s Finest präsentiert uns mit “Kentucky” ihr bereits fünftes Studioalbum. Im Vergleich zum Vorgänger „Magic Mountain“ haben sich Black Stone Cherry, was das Songwriting betrifft, wieder gesteigert. „Magic Mountain“ ist in ihrer Diskografie ihr schwächstes Werk. Es blieben kaum Songs hängen, was mich wirklich enttäuschte, weil man von den Jungs immer klasse Songs mit Langzeitwirkung erwarten konnte. „Kentucky“ hat diesmal wieder welche an Bord: `The Way Of The Future`, `In Our Dreams`, `Soul Machine`, das pompöse `War`, das düstere `Darkest Secret` oder die gefühlvolle Ballade `The Rambler` seien als Beispiele genannt.

Was allgemein an dem Album auffällt ist, dass die Southern Rock Elemente komplett entfernt wurden (außer vielleicht im Song `The Rambler` das ein gewisses Kentucky-Flair versprüht…)

Es spricht absolut nichts dagegen wenn eine Band sich weiterentwickelt, aber im Falle von Black Stone Cherry, find ich das schon ein wenig schade, denn sie hatten das richtige Gespür dafür, Modern Rock, Classic Rock und eben Southern Rock in einen Topf miteinander zu verrühren und daraus Songs zu formen, aus der Verbindung Moderne und Tradition, die mit klasse Hooklines versehen sind, die zu einer enormen Hitdichte führte. Ein absolutes Einstellungsmerkmal in der Szene. Oder kennt ihr eine Band die das auch so gekonnt hat? Ich jedenfalls nicht…

Man muss dazu erwähnen, dass ein Großteil dieses Verdienstes an Sänger Chris Robertson geht. Er hat eine so tolle, warme und variable Stimme die ein richtiger Seelenstreichler ist. Sie passt perfekt zur (ehemaligen) Südstaaten-Attitüde der Band. Jetzt entwickeln sie sich mehr und mehr zu einer Modern Rock Band, die in einem Topf geworfen wird mit Nickelback, Shinedown, 3 Doors Down und co. Selbstverständlich werden sie auch dort mit an der Spitze stehen, aber die Jungs sind viel zu gut, als dass sie nur noch in dieser Liga spielen. Wenn sie wieder in ihren Sound den Southern Rock mit einfließen lassen, werden sie Alleinherrscher in ihrer (selbsterschaffenen) Liga sein.

Aber das ist Wunschdenken und selbst wenn sie es nicht machen sollten, auch nicht schlimm, denn dann erfreut man sich eben an neuen weiteren Modern Rock Songs, die Radiotauglichkeit besitzen und vielleicht erreichen sie damit mehr Bekanntheit die zum Weltruhm führt. Vielleicht ist das auch deren Masterplan? Gönnen würde ich es ihnen.

„Kentucky“ ist jedenfalls der richtige Schritt für diesen Weg und kann sich mit dem Drittwerk „Between The Devil & The Deep Blue Sea“ messen lassen. Gegen das Debüt und ihrem Masterpiece „Folklore And Superstition“ kommt es leider nicht an und muss sich hinten anstellen. Deshalb gibt es von mir vier von fünf Sternen.