Festivals 2017: Fährmannsfest – das lauschige Leine Open-Air (04. – 05.08.2017, Hannover)

The Picturebooks (Foto: Pressefreigabe, hfr.)

Das große Fest am Fluss mit international bekannten Acts und regionalen Newcomern. Traditionell am ersten Augustwochenende verwandelt sich die grüne Aue am Zusammenfluss von Leine und Ihme zu einem bunten Festivalgelände mitten in Hannover. Dann lädt das Fährmannsfest drei Tage lang zum entspannten Feiern ein.

Das Fährmannsfest ist im Stadtteil und weit darüber hinaus beliebt und gefeiert wegen seiner zahlreichen Inklusionsmaßnahmen, eines umsonst und draußen Kinderfests auf der Faustwiese, Slams, Kulturbühne, Food-Fest-Chrakter u.v.m.

Line Up:

Das Biker-Blues-Duo The Picturebooks aus Gütersloh hat gerade sein zweites Album „Home Is a Heartache“ veröffentlicht. Ihr bluesiger, stampfender Heavy Rock glänzt mit großartigen, süchtig machenden Songs, die mal zum Ausrasten vor der Bühne animieren, mal perfekt zu Nachtfahrten auf endlosen Highways passen. Das in ihrer Garage aufgenommene Album, in der sie sonst Custom-Bikes bauen und designen, ist ein erdiger, rauer Brocken, die Gitarren sind obskure Exemplare aus ranzigen Second Hand Shops, das Becken-lose Drum-Kit selbstgebaut und erweitert um improvisierte Perkussionsinstrumente wie Ketten und Glocken.

SpVgg Linden Nord (Foto: Isabelle Hannemann bs!)

Seit 2006 lädt die Spielvereinigung Linden-Nord ein zu „Tanzmusik Nostalgique“ mit ihrer unvergleichlichen Mischung aus Beat, Independent-Schlager, DDR-Raritäten und wiederentdeckten B-Seiten-Perlen der 50er-, 60er- und 70er-Jahre. Nach ihrem sensationellen Debütalbum „17 Uhr Tanztee“ 2016 kehrt die 13-köpfige Kultkapelle zurück auf die Fährmannsfestbühne mit einem nagelneuen Programm: überraschend, elegant, nostalgisch und sexy, mit einer Prise subversiven Kitsches. Und vielleicht lassen Kapitän Engelgert, Sandy, Mandy, Candy und Crew am Ende noch ihre legendäre Stadtteilhymne „O Limmerstraßééé“ in der sommerlichen Abendluft erklingen.

Fiddlers Green (Foto: Kristin Hofmann bs!)

Fiddler’s Green. Die Teufelskerle von Fiddler’s Green überzeugen durch immense Fingerfertigkeit an den Instrumenten und verblüffende Kunststücke der Bühnenpräsenz. Ihr Irish Speedfolk ist eine Bedrohung für schlechte Laune und gute Sitten. Wenn Scheinwerfer für eine heiße Atmosphäre sorgen, das Publikum zu den gewaltigen Klängen des eingespielten Sextetts in wilden Circle Pits ordentlich durchgekocht wird und der letzte Funke bei melodischen Ohrwürmern aus voller Kehle singend überspringt, entfalten sich die unvergleichlichen Live-Qualitäten der Erlanger. Zwischen den höllisch schnellen Folksongs sorgen melancholische Balladen und gediegener Gute-Laune-Reggae für die nötigen Atempausen. Ihr aktuelles, mittlerweile 13. Studioalbum heißt passend „Devil’s Dozen“.

Abstürzende Brieftauben. Sie waren die Erfinder des Fun Punk. Sie verkauften mehr als eine halbe Million Tonträger und waren ebenso auf dem Cover der Bravo, wie in den Indiecharts der Spex: Die Abstürzenden Brieftauben. Der Name der Band ist eine offensichtliche Verballhornung der erfolgreichen Industrial-Band Einstürzende Neubauten. Während der Konzerte lud die Band die Konzertbesucher zum Stagediving ein und verzichtete hierfür auf die üblichen Absperrgitter und Security. 2016 erschien mit „Doofgesagte Leben Länger“ das erste Abstürzende Brieftauben Album seit knapp 25 Jahren. Ob selbstironisch und spaßig oder klar politisch positioniert, die Band präsentiert sich spielfreudig, frisch und unbekümmert jung geblieben.

Fährmannsfest 2014 (Foto: Isabelle Hannemann)

Grossstadtgeflüster haben viele hundert Konzerte und jedes Festival kaputt gespielt, und Jen, Raphael und Chriz können sich immer noch ganz gut leiden. Geliebt für schweißgeladene Shows mit erstaunlich viel Gepoge im Publikum, vor allem wenn man bedenkt, dass sich keine einzige Gitarre auf der Bühne befindet. Der Sound von Grossstadtgeflüster ist elektronisch, wüst und macht Laune. Er knallt durch Sicherungen und Boxen, er ist anstrengend und jederzeit bereit für einen Abstecher nach irgendwo, Hauptsache dahin, wo man noch nicht war. Thematisch stehen die drei Berliner mit einem Bein in Utopia und mit dem anderen auf dem sinkenden Schiff. Sie sind leidenschaftliche Verweigerer. Eine Hassliebeserklärung an das Leben, dargeboten auf ballernden Banger-Beats.

Sondaschule (Foto: Pressefreigabe, hfr.)

Sondaschule Im Ruhrgebiet Kult, auf den Bühnen des Lands eine Macht – die Ska-Punk-Helden der Sondaschule. Als sich die Rude Boys kurz vor der Jahrtausendwende zusammenfinden, um dem Sound ihrer Vorbilder Rancid, NOFX und The Mighty Mighty Bosstones zu huldigen, stört sie die Oldschool/Newschool-Debatte in der Szene. Daraus entsteht der provokative, aber keinesfalls beleidigend gemeinte Bandname. Seitdem erspielten sich die Mülheimer Jungs ihren Ruf als ausgezeichnete Live-Band mit treibenden Bläsern, Offbeats und Mitgröhl-Refrains. Das Kumpelhafte und schräger Humor zeichnen die Sondaschule aus. Mit frohem Gemüt trotzen sie der Tristesse des Potts. Ihre Ballade „Für immer nie nüchtern“ entwickelte sich zu einem wahren Hit.

Banana Roadkill Eike Sorgatz & Bjoern Reschabek

Banana Roadkill – ein Alternative-Rock-Duo mit mehrdimensionalen, englischsprachigen Songs, die alles mit Liebe machen. Durchkomponiert bis in die Konzert-Ticket-Gestaltung! Jawoll. Instrumentiert durch Gitarre, Schlagzeug, elektronische Loops und Synthesizer-Sounds liefert diese Band ein Soundgewitter, welches schnell vergessen lässt, dass man es mit nur zwei Musikern zu tun hat. Nachdenklichem, sensibel ironischem Songwriting folgen druckvolle Instrumentalparts, die das Herz der emotionsgeladenen Eigenkompositionen bilden und ihrer charismatischen Live-Umsetzung einen explosiven Charakter verleihen. Ein Duo aus Münster und Hannover, das voller Kreativität und fesselnder Energie steckt.

Monstagon (Foto: Pressefreigabe, hfr.)

Monstagon. „Remember the End“ – diese Phrase hinterlassen die hannoverschen Vollblutrocker von Monstagon nicht nur bei jeglichen Kommentaren, sondern auch in den Köpfen der Besucher ihrer Wasteland Freakshow. Adrenalin, Schweiß, Speed, viel Rost und Stahl sowie schweres Gerät dienen hier Song für Song als Grundzutat, um im Wasteland zu überleben. Den Rest erledigt der als „treibender Groovemetal“ umschriebene Sound der vier Outlaws von alleine. Wer auf rifflastigen und teils brutalsten Heavy Rock steht, ist herzlich willkommen mit in den gepanzerten Desertbuggy zu springen und sich dem Treiben anzuschließen.

Passepartout (Foto: Pressefreigabe, hfr.)

Passepartout  deutschfranzösischer Hip-Hop, dynamische Tanzmusik, sieben auf einen Streich. Nicht nur sprachlich sind Passepartout vielgleisig unterwegs, auch musikalisch bedienen sie sich verschiedenster Einflüsse. Auf ihrem Debütalbum „Kiosque“ reist die Band durch das Mississippi-Delta, tanzt Salsa in Cuba, fließt durch den Strom im Atlantik, macht sich die Straßen Frankreichs zu eigen und schlittert knapp an der Jamaikanischen Sonne vorbei und spielt mit dem Glück. In dieser bunten Tüte aus Rap, Soul, Jazz und Rock ‘n‘ Roll ist für jeden was dabei.

Raw Like Fish. Ursprünglicher analoger 70s Rock geht nahtlos in breitbandige Refrains und verspielte oder vertrackte Strophen über. Raw Like Fish ist eine Band, die stets liefert, aber selten genretypische Erwartungen bedient. Unkonventionelles, melodische Parts oder ganz einfach der Schlag in den Nacken werden von den fünf Musikern live geboten, ganz im Stil einer Band, die nur sich selbst treu bleiben muss. Mit der EP „Pendolism“ bieten Raw Like Fish dem Zuhörer ehrliche, handgemachte und selbstproduzierte Rockmusik zwischen 70s Heavy Rock, Grunge und Alternative Rock.

Fährmannsfest 2015 (Foto: Isabelle Hannemann)

Links:
www.facebook.com/faehrmannsfest
www.faehrmannsfest.de

Veranstalter:
Fährmannsfest Verein e.V.