Review: Cari Cari – Start der Deutschlandtour (20.10.2019, Bielefeld)

Cari Cari (Foto: Rune Fleiter bs! 2019)

Wie passend möchte man meinen dass Cari Cari ihr Konzert heute in einem alten Kino spielen. Ist es doch das großes Ziel der beiden mit ihrer Musik in einem Film von Quentin Tarantino vorzukommen. Das Cari Cari dies ernst meinen und sogar besondere Maßnahmen ergreifen zeigt sich später.

Cari Cari (Foto: Rune Fleiter bs! 2019)

Die Show heute in Bielefeld ist übrigens der dritte Stopp der aktuellen Tour und das erste von insgesamt acht Deutschlandkonzerten. Während die Show in Berlin so gut wie ausverkauft ist, trudeln hier die Leute nur so nach und nach ein. Kurz bevor es los geht ist der Saal dann aber doch ganz gut gefüllt. Leider haben Cari Cari heute Abend keinen Support Act mit dabei, so ist das Publikum die ersten Minuten noch nicht ganz warm und recht verhalten was sich aber innerhalb der ersten Songs legt. Denn Cari Cari, die Live vom Duo zum Trio werden da sie bei einigen Songs von Ivo-Maria Thomann am Schlagzeug  unterstützt werden, wissen ganz genau wie sie das Publikum für sich gewinnen können. Neben dem sehr markanten Sound ihrer Songs ist es auch die sehr sympathische Art auf der Bühne die beim Publikum super ankommt.

Cari Cari (Foto: Rune Fleiter bs! 2019)

Die Bühne ist in tiefes rotes Licht getaucht als Cari Cari diese dann betreten. Mit Anaana, so nicht nur der Titel des Albums sondern auch Name der aktuellen Tour, starten Cari Cari in den Abend. Der Sound ist dabei geprägt von verzerrten Gitarrensounds, einem treibenden Beat und wummerndem Didgeridoo. Das Grundrezept vieler Songs von Cari Cari aber von Langeweile keine Spur. Oft minimalistisch aber nie monoton. Neben diesem und vielen anderen Songs vom aktuellen Album sind auch einige ältere von der ersten EP mit dabei. So zum Beispiel auch ein Song der in die zuvor angesprochene Kategorie „besondere Maßnahmen zum Erreichen des Ziels Teil eines Tarantino Films zu sein“ fällt.

Dear Mr. Tarantino

Cari Cari (Foto: Rune Fleiter bs! 2019)

Den Wunsch musikalisch in einem Tarantino Film dabei zu sein haben viele, Cari Cari gehen einen Schritt weiter und haben dem Regisseur gleich ein ganzes Lied gewidmet. Ob dieser Schritt die beiden näher an ihr Ziel bringt ist noch unklar denn  eine Chance bleibt den beiden noch, denn Tarantino hat erst vor kurzem seinen neunten von zehn Filmen die er machen möchte veröffentlicht. Wir drücken die Daumen, verdient hätten sie es allemal.

Gegen Ende des Sets wird es mit „After The Goldrush“ und „Do Not Go Gentle Into That Good Night” mal etwas ruhigerund gibt beiden Seiten ein wenig Zeit kurz durchzuatmen vor dem großen Finale.

Bang bang, he shot me down
Bang bang, I hit the ground
Bang bang, that awful sound
Bang bang, my baby shot me down

Nancy Sinatra – Bang Bang (My Baby Shot Me Down)
Cari Cari (Foto: Rune Fleiter bs! 2019)

Mit diesem Klassiker von Nancy Sinatra den die meisten vermutlich dank des Films Kill Bill kennen beginnen Cari Cari ihren letzten Song. Dabei steht Sängerin Stephanie Widmer mit dem Rücken zum Publikum vor dem rot leuchtenden runden Backdrop so dass nur noch ihre Silhouette zu erkenne ist, in der linken Hand eine Konfettipistole haltend. Was ein Anblick zu diesem Song. Diesen leiten Cari Cari dann gekonnt in Mapache!, den eigentlichen letzten Song, über. Der Song läuft und dann plötzlich PENG!, die Konfettipistole von Stephanie Widmer funktioniert und es fliegen kleine rote  Herzen durch die Luft.

Unter großen Applaus des Publikums verneigt sich das Trio vorm Bielefelder Publikum und verlässt dann zum ersten Mal die Bühne. Die Zugabe Rufe lassen dann nicht lange auf sich warten und Cari Cari kommen nach einem kurzen Moment zurück auf die Bühne. Die Zugabe spielen Cari Cari dann komplett als Duo. Nach zwei weiteren Songs ist dann aber endgültig Schluss. Die beiden verschwinden von der Bühne um dann nur wenige Minuten später am Merchandise Stand aufzutauchen wo es Small Talk mit dem Publikum und Unterschriften für die Merch Käufer gibt.

Cari Cari (Foto: Rune Fleiter bs! 2019)

Galerien (by Rune Fleiter bs! 2019):

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