Slayer: Repentless (2015) Book Cover Slayer: Repentless (2015)
Thrash Metal
Nuclear Blast Records
11.09.2015
www.slayer.net

 

Tracklist:

  1. Delusions Of Saviour
  2. Repentless
  3. Take Control
  4. Vices
  5. Cast The First Stone
  6. When The Stillness Comes
  7. Chasing Death
  8. Implode
  9. Piano Wire
  10. Atrocity Vendor
  11. You Against You
  12. Pride In Prejudice

Wie so vieles in der Vergangenheit in der Bandgeschichte, löst auch dieses Album kontroverse Diskussionen aus. Nach dem erneuten Rausschmiss von Dave Lombardo und dem tragischen Tod von Gründungsmitglied Jeff Hannemann, kommt nach 6 Jahren nun neues Material auf den Markt. Auch wenn einige Songs schon vorher bekannt waren, und der gleichnamige Titelsong schon ein halbes Jahr vorher als Bonbon zur Verfügung gestellt wurde, stellt sich Repentless wohl als das fassettenreichste Werk dar.

Für Lombardo kam Paul Bostaph nach 14 Jahren zurück, und ein guter Freund von Jeff Hannemann Gary Holt übernahm die zweite Gitarre. Das Exodus Mitglied und Songwriter hatte im Laufe der Zeit schon in vielen Konzerten die Band unterstützt, und wurde dann zum vollständigen Mitglied. Wenn nicht er, wer dann?

Doch nun zu dem Album selbst. Mit orientalisch anmutenden Gitarrenparts einleitend, wirkt das Intro „Delusions Of Saviour“ wie ein Aufmarsch in die Scheibe, welches Soundtrackähnlich unterstützt wird. Unter dem Motto; WIR SIND WIEDER DA marschieren Slayer auf ihren Titelsong zu. Dieser kommt mit gewohnter Härte und Gewalt auf uns zu, beinhaltet doch aber noch abgespeckt die Melodie aus dem vorherigen Song.

Bei „Vices“ sind dann Brakes mit eingebaut und kommt mit mehr Grooves daher. Welches sich dann im Verlauf weiter führt. Bis „When The Stillness Comes“. Im Stil des American Hardcore der 90ger Jahre, mit klassischer Gitarrenmelodie und weiterem Aufbau, erinnert man sich plötzlich an Sick of it all oder Biohazard. Danach geht es in gewohnter Weise weiter. Bestechend sind nach wie vor die kurzen Solis von King und Holt, welche mit langen Vibrtotönen gespickt sind. So wie man es kennt. Zudem sind auch immer noch die Punkeinflüsse Hannemanns bemerkbar. Das macht sich besonders in „Piano Wire“ bemerkbar, welcher wie ein Restbestand aus dem Vorgänger „World Painted Blood“ zu sein mag.

Zum Schluss kommen wieder die Hardcore-Einflüsse zum tragen. Bei „Pride In Prejudice“ schleppt sich der Song in Wechseln daher, mag aber kein richtiges Gefühl aufkommen lassen. Nicht schlecht, aber nicht ausgereift.

Alles in allem ein ausdrucksstarkes Album, welches die Zusammenstellung des 34 Jährigem Schaffens der Band wiederspiegelt und noch einmal versucht zusammenzuführen was bisher passiert ist, und wohin der neue Weg führen könnte. Voluminös spiegelt es die Seele Slayers wieder und führt sie auf einen Pfad in eine neue Ära.