Scream Silence: Seven Tears (2003) Book Cover Scream Silence: Seven Tears (2003)
Moonstorm Records
25.04.2003

Tracklist:

  1. Somewhere
  2. Timid Try
  3. Eternal Exile
  4. Breathless
  5. The Pretender
  6. Morphosis
  7. Ebony Sun
  8. Consolation
  9. Asylum
  10. Seven Tears

 

Scream Silence haben es tatsächlich geschafft ihre genialen Alben „To Die For“ und „The 2nd“ nochmal zu toppen. Auf „Seven Tears“ herrscht wieder einmal eine Magie der man sich nur schwer entziehen kann. Vielleicht liegt es am verstärkten Keyboarsound, der Scream Silence verdammt gut zu Gesicht steht und dafür sorgt dass die Songs auf „Seven Tears“ noch mehr Gänsehaut erzeugen als jemals zuvor. Im Zuge dessen entfaltet sich Hardy Fietings Stimme besser den je. Es ist schon faszinierend seinen tiefen Timbre zu lauschen. Gleich mit den Opener „Somewhere“ schaffen es Scream Silence voll und ganz zu überzeugen. Wunderbare Pianoklänge erzeugen eine Melodie die man einfach nicht mehr aus den Ohr bekommt und über allem thront Hardy mit seiner wunderbaren tiefen Stimme. „Timid Try“ folgt direkt im Anschluß, schlägt in die Selbe Kerbe und begeistert mit seinen genialen Refrain:

„A timid try to fly away
and close clasped
to reach the sky
without return”

Hier möchte man wirklich davonfliegen wenn Hardy diese Worte ins Mikro haucht. Mit „Eternal Exile“ folgt gleich die dritte Granate hintereinander. Alleine dieser Song schlägt so ziemlich alles was HIM je gemacht haben und bietet wiederum wunderbare Pianoklänge die den Song vorantreiben. Auf „Breathless“, den melancholischsten Song der Platte herrscht abolute Gänsehautgarantie, ist der Song eine herzergreifende Ballade die deutlich mehr zu bieten hat als sämtliche HIM Balladen zusammen. Es ist schon beängstigend mit welch hohen Niveau Scream Silence hier begeistern. „Seven Tears“ ist einfach eine Steigerung auf ganzer Linie obwohl bereits der Vorgänger „The 2nd“ brilliant war. Ich könnte jetzt jeden einzelnen Song von „Seven Tears“ als Anspieltipp nennen, ist das Album einfach eine Klasse für sich. „Asylum“ sollte aber auch nicht unerwähnt bleiben besitzt der Song all das was Scream Silence einfach ausmacht. Von den Klavieklängen von „Asylum“ kann man sich dahintreiben und von den Gitarren- und Basslinien wieder auffangen lassen - einfach unglaublich was Scream Silence auf diesen Werk vollbracht haben. Die Songs haben alle miteinander Gänsehautgarantie, die Gefühlswelten sind noch greifbarer, die Lieder noch fordender und fließender. Von Anfang an verzaubert „Seven Tears“ den Hörer bis dieser mit den unglaublichen Titeltrack den krönenden Abschluß eines ganz großen Albums vorfindet.

„I can't slip away...
just a wee bit to rest
take my hand -
let us twosome flee home
.....seven tears
Melt away by your grace
how you sleep
warm and safe
please agree, can't slip away”

Mit diesen Refrain findet ein Album sein Ende das seinesgleichen sucht. Wie heißt es im Orkus Magazin so schön: „Das ist Gothic, der unter die Haut und direkt ins Herz geht. Zum sterben schön!“. Dem kann ich mich nur anschließen, Scream Silence sind definitiv eine der besten Gothicbands die Deutschland je hervorgebracht hat. Die Dreadful Shadows gibt es ja leider Gottes nicht mehr offiziell aber mit Sven Friedrichs Nachfolgeband Zeraphine und eben Scream Silence ist diese Lücke wieder mehr als nur gefüllt. Ein Traum wäre eine gemeinsame Tour von Scream Silence und Zeraphine, die beide eine klasse für sich sind und HIM ganz weit hinter sich lassen!!!