Scream Silence: Elegy (2004) Book Cover Scream Silence: Elegy (2004)
Plainsong Records
25.10.2004

Tracklist:

  1. The sign
  2. Without a trace
  3. Living in the rose
  4. Curious changes
  5. Oblivion
  6. The doubt
  7. Derangement
  8. Agony
  9. My swallow bride
  10. Elegy
  11. The sleep

Mit Elegy steht ab Oktober 2004 (25.10.2004) das nunmehr 4. Studioalbum der Berliner Gothic Rock Formation Scream Silence in den Läden. Wer die Vorgängeralben kennt weiß welch hochwertige, teils schwermütige Musik von Scream Silence ausgeht. Doch nicht nur schwermütig, sondern auch kraftvoll, schwungvoll und voller Energie geht es bei den vier Berlinern zur Sache.

Und genau so ist eben auch Elegy. Insgesamt 11 Songs erwarten den Hörer und entführen ihn in über 50 Minuten puren Gothic Rock einer besonderen Art. Die Stimme von Sänger Hardy Fieting brummt ins Mikro und die Haare stellen sich auf. Bereits nach dem ersten Song der Platte namens The Sign stellt sich schnell ein Gefühl der Gier nach mehr ein.

Mit Without a trace zeigen die Berliner das es auch schneller geht. Die Songs gehen direkt ins Ohr und setzen sich im Hirn des Hörers fest. Beim ersten Hören, während der Prelistening Party in Berlin Anfang August, sah man bei jedem neuen Song bei den meisten ein breites Grinsen auf dem Gesicht - unter dem Tisch wurde vermutlich heftigst mit den Füßen gewippt!

Die erste Single des Albums (jedem sei hier das Video ans Herz gelegt -> wird auf der Maxi als Bonus zu finden sein) wird Curious Changes sein. Ein erneut schwermütiger Song mit Hit-Potential, ohne jedoch schnulzig oder abgedroschen zu klingen und bildet mit den wundervollen Bildern im Video eine wunderbare Vereinigung.

Besonders hervorzuheben ist hier auch der Song Derangement. Bereits zu Beginn schafft es der Song mit seiner verspielten Melodie zu begeistern. Direkt darauf setzt die gefühlvolle Stimme von Hardy ein und nimmt den Hörer in Melacholie, Emotionen und großartigen Melodien gefangen. Dieser Song könnte eine Art Droge werden - also Vorsicht!

Was in dem Zusammenhang mit dieser CD-Kritik auch mal gesagt, bzw. gelobt werden musste, ist die Arbeit von Wolfi hinter der Schlagbude. Er beherrscht die Drums perfekt und knallt einem die Bässe um die Ohren, dass selbst der Bauch beginnt Wellen zu schlagen (Tipp: das Album nie auf Kopfhörer hören, da sie die volle Bandbreite des Albums nicht wiedergeben können).

Wo sich Bands bereits nach 2 Alben verbiegen um dem Mopp der Musik-Fans zu gefallen knallen Scream Silence ihren Fans erneut ein typisches Scream Silence Album um die Ohren. Manche dabei mögen behaupten, dass keine Weiterentwicklung der Band ersichtlich sei.
Doch weit gefehlt:
besonders die Stimme von Hardy hat sich, im Vergleich zu den letzten Alben, noch einmal deutlich gesteigert.

Der Titelsong Elegy führt das weiter, was die Band bereits im Winter 2003 begonnen hatte, wo ein Konzert durch den Einsatz von Streichern unvergesslich gemacht wurde. Diese Streicher kamen auch beim Titelsong zum Einsatz und untermalt die Stimmung des Albums in einer wundervoll verträumten Art. Bald 2 Minuten verführt die Geige den Hörer in einem ständigen auf und ab, nimmt ihn an die Hand und weist ihm den Weg zur Melancholie.
Dann, mit The Sleep, läutet Hardy in einem piano-begleiteten Stück das Ende ein. Spätestens hier bricht die Emotion, dass es kein Halten mehr gibt.

FAZIT:

Scream Silence haben mit Elegy ein mehr als überzeugendes GothRock Album abgeliefert und damit bewiesen, dass sie sich hinter KEINER GothRock Band dieser Welt verstecken müssen! 10 von 10 Punkten,
Sehr gut.
Setzen.

Anspieltipp:

- zum tanzen: Track 5 - Oblivion
- zum träumen: Track 7 - Derangement