Rival Sons: Great Western Valkyrie (2014) Book Cover Rival Sons: Great Western Valkyrie (2014)
Earache
06.06.2014

Tracklist:
  1. Electric Man
  2. Good Luck
  3. Secret
  4. Play The Fool
  5. Good Things
  6. Open My Eyes
  7. Rich And The Poor
  8. Belle Star
  9. Where I've Been
  10. Destination On Course
Whooo I'm electric, electric Man. Das dritte Ausnahme-Album der Blues Rock Mannen aus Kalifornien elektrisiert nicht nur live, sondern - das  anhand der ersten Takte von ELECTRIC MAN deutlich - hält auch aus der Konserve was die Titel versprechen. Purer Sex. Großartige Gitarren. Es ist kaum möglich, bei  GREAT WESTERN VALKYRIE nichts zu spüren, nich die Hüften kreisen, den Fuß wippen oder die Hände über die Luftgitarre fliegen zu lassen.
Und - um dem künftigen Blues Rock Fan ein Geheimnis zu verraten - spätestens mit SECRET ist man dem Sog der Platte erlegen.
GOOD THINGS. Wie aus der Zeit gefallen, erzählen Melodien und Jay Buchanans Stimme von der Gelassenheit, das Kommende geschehen zu lassen, das Jetzt zu genießen, "because you never know when it's gonna end. Good things will happen, bad things will happen  too. Das Süße wäre nicht süß ohne das Saure. Dieses Album also ein Unding. OPEN MY EYES, es ist wirklich schwer einen Makel an diesem Album auszumachen. Vielleicht liegt er ja darin, dass alles Schöne endlich und auch der letzte Takt der zehn Songs irgendwann verklungen ist? Ein Fragen, eine Offenheit und Ambivalenzen, die auch thematisch eingefangen werden. Lyrics, die vom Guten und vom Bösen, the RICH AND THE POOR sowie den schlechten Dingen, die von guten Menschen getan werden, erhählen. In zarten Tönen, voller Glück und Melancholie, gerahmt von einer anbetungswürdigen Stimme, Orgel und Co.
BELLE STAR. Wie ein Klumpen Dreck, der leuchtend schön und gleichermaßen stark und zerstörerisch in die Atmosphäre eintritt. BELLE STAR ist nicht nur namensgebend für das Album, der Song scheint auch zu verdichten, wofür Rival Sons stehen und wohin sie mit Great Western Valkyrie wollen. WHERE I' VE BEEN, der wohl poetischste Moment des Albums schlägt druckvoll und überbordend sein Lager auf und könnte mit einem Kissen aus Traurigkeit erdrücken, wäre dieses liebevolle Vergeben nicht durch eine Melodie gefädelt, die die Richtung für' imposante Finale, DESTINATION ON COURSE vorgibt; ein instrumentales und chorales Erlebnis, das hungrig auf mehr macht, bevor man die Nadel auf die erste Rille zurückgleiten lässt.