Pink Turns Blue: Phoenix (2005) Book Cover Pink Turns Blue: Phoenix (2005)
Orden
04.04.2005

Tracklist:

  1. The lost son (Phoenix)
  2. Now's the time
  3. Wanderers
  4. Dynamite
  5. Good times
  6. True love
  7. Underground
  8. Animal life
  9. The crusade
  10. Can love survive
  11. Feel my soul

 

Mit einem Paukenschlag sind Pink Turns Blue zurück! Das erste richtige Lebenszeichen nach der letztjährigen Best-Of-Scheibe (Re-Union) knüpft nahtlos an das Meisterwerk Aerdt an, das schon ca. 15 Jahre auf dem Buckel hat. Und klingt, als sei die Zeit stehen geblieben.

Einziger Unterschied:
Anno 2005 haben PTB mal wieder verstärkt die Gitarren ausgepackt und klingen frischer denn je. Auf der Scheibe finden sich neben ruhigeren Stücken (True Love, Can Love Survive) auch Stücke, die das Potenzial zu Club-Hits a la Michelle haben (Now´s The Time, Wanderers, Good Times).

Der Opener The Lost Son erinnert vom Titel her an den Opener von Aerdt, (Waiting For)The Son, und zeigt dem Hörer, wo der Frosch die Locken hat. Hatten sich PTB in den frühen 90ern auf den Alben Sonic Dust und Perfect Sex eher in seichtere Gefilde begeben, so haben sie auf diesem Album zu ihren ursprünglichen Stärken zurück gefunden - nämlich starke und vor allem authentische Songs zu schreiben, denen man das in sie gesteckte Herzblut wahrlich anmerkt.

Mic Jogwers Gesang klingt mal aggressiv (Dynamite), mal beschwörerisch (True Love) oder verzweifelt (Feel My Soul), aber nie aufgesetzt. Der Schrei gegen Ende des letzten Stückes (Feel My Soul) verpasst einem eine derartige Gänsehaut, wie es zuletzt Robert Smith in Prayers For Rain vom Cure-Live-Album Entreat geschafft hat.

Fazit:
Ein granatenstarkes Album ohne Ausfälle oder Schwächen einer absoluten Ausnahme-Band, die live eh über jeden Zweifel erhaben ist. Für mich DAS Comeback der letzten Jahre und mit Sicherheit schon jetzt eines DER Alben 2005.

Anspieltipps:

  1. The Lost Son
  2. Now´s The Time
  3. Dynamite
  4. Good Times
  5. Feel My Soul