Nachtgeschrei: Tiefenrausch (2017) Book Cover Nachtgeschrei: Tiefenrausch (2017)
Mittelalter-Rock
Oblivion (SPV)
03.03.2017
www.nachtgeschrei.de

Tracklist:

  1. Tiefenrausch
  2. Aus Dem Licht
  3. Mal Mich Schwarz
  4. Kämpf Um Mich
  5. Meilen Unter Meilern
  6. Gift
  7. Zurück
  8. Heldenmut
  9. Beste Feinde
  10. Stein Um Stein
  11. Ich Verstumme
  12. 1000 Tonnen Stahl
  13. Laniakea

 

Nachtgeschrei gründeten sich 2006 in Frankfurt/Main. Mit „Tiefenrausch“ präsentiert die Band ihr 6. Studio-Album. Irgendwo zwischen Mittelalter und Folk konnte sich die Gruppe bereits eine feste Fanbase erspielen.

Düstere Gedanken, Depressionen und Weltschmerz bekommt mit dem Titeltrack „Tiefenrausch“ ein schwarzes lyrisches Gewand. Keine leichte Kost, dennoch sehr hörenswert und eine absolute Empfehlung. Deutlich fröhlicher und schneller zeigt sich „Aus Dem Licht“. Eine klare Melodie geleitet durch diesen Beitrag, während der Refrain sicher insbesondere bei Live-Gigs gut ankommen sollte. „Mal mich schwarz“ kann mit seiner Melodie überzeugen. Thematisch beschäftigt sich der Song mit dem Einstieg in die schwarze Szene, die sich vielschichtiger erweist, als man zu Beginn ahnt. Ungewohnt hart ist „Meilen Unter Meilern“. Die gradlinigen Riffs dürften nicht nur überzeugte Folk-Rocker interessieren. Nachtgeschrei beschreiten einen neuen, härteren Weg als jemals zuvor. Mit einer interessanten Melodie kann „Gift“ überzeugen. Nicht unbedingt Mittelalter-like, trotzdem sehr lohnenswert.

Die Mittelalterfraktion kommt mit „Beste Feinde“ auf ihre Kosten. Eine eingängliche Melodie, die immer wieder ausgebremst wird, um den Spannungsbogen neu zu spannen zeichnen diesen Track aus. „Stein um Stein“ kann mit Dudelsackklängen und harten Riffs punkten, während sich urplötzlich Ska-Elemente in den Track schleichen. Eine ungewohnte Mischung, der es nicht an Anziehungskraft fehlt. Mit „1000 Tonnen Stahl“ wird das Finale eingeläutet. Die Seefahrer-Hymne verfügt über eine Flöten-Melodie, die das Fernweh nach der See wachsen lässt. „Laniakea“ macht dann schließlich den Deckel auf dieses Album. Eine nachdenkliche Nummer, der es allerdings an Wiedererkennungswert fehlt, auch wenn diese Lebensbeichte sehr sympathisch daherkommt.