High Spirits: Hard To Stop (2020) Book Cover High Spirits: Hard To Stop (2020)
Hard Rock/Heavy Metal
High Roller Records
31.07.2020
www.facebook.com/highenergyrock

Tracklist:

  1. Since You´ve Been Gone
  2. Restless
  3. Face To Face
  4. Hearts Will Burn
  5. Voice In The Wind
  6. All Night Long
  7. Midnight Sun
  8. Now I Know
  9. We Are Everywhere

Chris Black ist ein Tausendsassa: Egal ob der Chicagoer sich in einen seiner vielen Bands/Projekten wie Dawnbringer, Professor Black, Metalusafer, Pharaoh, Aktor oder Superchrist betätigt, sobald er wieder etwas unter dem Banner „High Spirits“ veröffentlicht, ist die Freude bei den Fans darauf am Größten. Warum? High Spirits ist nämlich von den genannten Formationen nicht nur die qualitativ Beste, sondern keine andere Band (egal ob mit oder ohne Chris Black) schafft es unaufgeregten klassischen Hard Rock/Heavy Metal mit unaufdringlichen Gute-Laune-Melodien und positiven Vibes zu versehen. Glaubt ihr nicht? Dann checkt das vierte Album „Hard To Stop“ u.a. an!

Wobei es zunächst mal eine kleine genauere Betrachtung bei der Bezeichnung „Band“ bedarf: Chris spielt jedes Instrument seiner High Spirits-Platten selbst ein, aber für die Live-Aktivitäten hat er eine tatkräftige Truppe um sich herum. Diese Vorgehensweise ist normal für ihn, denn nur so, kann er das High Spirits-Feeling erschaffen und transportieren. Am Besten hat er dies mit dem Debüt „Another Night“ (von 2011) dargelegt, aber auch das Drittwerk „Motivator“ (von 2016) ist absolute Klasse und steht nur knapp hinter dem Debüt (Das Zweitwerk „You Are Here“ von 2014 hält nicht ganz dieses hohe Niveau der anderen Platten).

Wo fügt sich nun „Hard To Stop“ hinein? Nach wirklichen vielen Hördurchgängen (weil das Album eben auch sauviel Spaß macht), würde ich es zwischen „Another Night“ und „Motivator“ einsortieren. Die Hitdichte ist diesmal noch einen ticken höher als bei „Motivator“, aber hauchdünn hinter dem Debüt. Dafür hat „Hard To Stop“ zwei große Pluspunkte: zum einen wurde der Platte ein wundervoller Sound spendiert (Dan Swanö saß zum ersten Mal bei Chris Black an den Reglern) und zum anderen sind mit „Voice In The Wind“ und „Now I Know“ zwei Songs in der Vita, die zwar aus dem Rahmen fallen, aber im positiven Sinn! „Voice In The Wind“ brilliert mit einem ungewohnten Pop-Punk-Touch (wobei Chris in einem Interview interessanterweise erwähnte, dass er nicht mal wüsste was „Pop-Punk“ sei…) und „Now I Know“ hat einen simplen aber rotzigen Motörhead-Charme inne, sodass es im Ganzen einfach nur erfrischend klingt. Abgesehen davon folgt ein Ohrenschmeichler nach den Anderen: „Restless“, „All Night Long“, der wunderbare Einstieg „Since You´ve Been Gone“, „We Are Everywhere“ oder der superbe Gassenhauer „Midnight Sun“.

Man hat immer ein bestimmtes Bild im Kopf, bei der Aussage „Sommeralbum“. „Hard To Stop“ ist auch kein wirkliches Sommeralbum, aber durch seine positive Grundstimmung kann man die Werke von High Spirits durchaus in diese Richtung lenken. Ein hervorragender Soundtrack für sonnige Autofahrten zum Cruisen ist es allemal! Aber am liebsten höre ich mir die Scheibe unter dem Kopfhörer auf dem Sofa bei geschlossenen Augen an und genieße einfach nur. Das ist LEBEN!