Dream Theater: A View From The Top Of The World (2021) Book Cover Dream Theater: A View From The Top Of The World (2021)
Progressive Metal
Inside Out/Sony Music
22.10.2021
www.dreamtheater.net

Tracklist:

  1. The Alien
  2. Answering The Call
  3. Invisible Monster
  4. Sleeping Giant
  5. Transcending Time
  6. Awaken The Master
  7. A View From The Top Of The World

 

 

Göttergabe oder Enttäuschungsmoment? Glanz und Gloria oder banale Langeweile? Permanente Euphorie oder enttäuschendes Ärgernis? Als Dream Theater-Fan musste man sich nach dem 2016er Konzeptalbum „The Astonishing“ diese Fragen stellen. Ein Werk mit guten Ansätzen, aber oftmals zu verkopft, zu lieblos und ohne richtig packende Momente. Auch wenn der 2019er Nachfolger „Distance Over Time“ in der Formkurve wieder nach oben zeigte, hat man dennoch diese Fragen im Kopf, wenn der neue Longplayer „A View From The Top Of The World“ vor einem liegt. Dream Theater sind auf „Wiedergutmachungs-Mission“ und die Antworten auf diese Fragen liegen alle irgendwo dazwischen: Es ist kein neuer Bandklassiker, aber ein echt gutes Album, in dem die Band ihre Stärken präsentiert. Sieben Songs in rund 70 Minuten Spielzeit in denen man „klassische“ progressive Achterbahnfahrten mit famosen Melodien, Spielwitz und rasanten Gitarren/Keyboard-Parts geboten bekommt, die aber stets flüssig klingen, zeigen, dass selbst mit dem 15. Album der Bandgeschichte mit ihnen nach wie vor zu rechnen ist. Man nehme nur den rund 20minütigen Titeltrack, der sich immer weiter aufbaut und dabei in Sphären ausufert, aber stets spannend bleibt. Diese Qualität erwartet man von Ihnen, aber hat man längere Zeit vermisst. Aber allein mit diesem Track zeigt man, in welche Richtung man auf „A View From The Top Of The World“ agiert.

Man muss aber auch festhalten, dass die New Yorker einige kernigere Momente mit eingebaut und Erinnerungen an den 2003er Output „Train Of Thought“ wecken: „Awaken The Master“, der ruppige Opener „The Alien“ oder der feine Smasher „Answering The Call“ (mit teils „groovigen“ Feeling). Des Weiteren wirkt „Invisible Monster“ ein wenig wie eine Standardnummer, da es durch die Phrasierung und der Gesangslinie im Refrain sehr vertraut wirkt, was aber nicht einmal negativ ins Gewicht fällt. Einzig „Sleeping Giant“ und „Transcending Time“ gehen etwas im Laufe des Albums unter, da sie sich nicht ganz so markant aus den anderen Tracks hervorheben, aber auch alles andere als Rohrkrepierer sind.

Alles in allem ist es aber meckern auf hohem Niveau: Dream Theater haben mit „A View From The Top Of The World“ einen weiteren Schritt in Richtung „Fan-Versöhnung“ getan und zeigen erneut Klasse. Auch wenn nicht alles Gold ist was glänzt, ist dieses Album allemal wert, es sich in die Sammlung zu stellen. Bravo!

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Bei Mike handelt es sich im Einzelnen um allerhand mittelfränkische Verhandlungsmasse, ein wahrer Gentleman, ein wahrer Poet Den Löwenanteil seiner irdischen Sternzeit fristet Metalmike, wie wir ihn nennen, auf 49°17`60" N, 10°33`34" O in der Multi Media Abteilung eines Glücksgefühl-Sortimentas. In den 90ern war Gentlemicha der erste, der sich “Musik ist (mein) Leben!” auf die Pommesgabel hat tätowieren lassen, deswegen reichte das Taschengeld auch nicht für ‘ne Baumpatenschaft. Weil Metalmike jeden Tag einen Clown frühstückt, sperren wir ihn in der Regel statt Jack in die Box und füttern ihn für den Rest des Tages hauptsächlich mit Rock- und Metalscheiben, von Weichspülern bis hin zum richtig steilen Zeug à la Mgla, Lifelover und Co.