Down Below: Zeichen (2012) Book Cover Down Below: Zeichen (2012)
Soulfood
10.12.2012
www.downbelow.de

Tracklist:

  1. Leuchtfeuer
  2. Zeichen
  3. Du und Ich
  4. Dein Licht
  5. Stark
  6. Unser Lied
  7. Mit goldenen Segeln
  8. Moment unseres Lebens
  9. Sie sieht nicht wie schön sie ist
  10. Am Leben
  11. Unser Schiff

 

Mit dem Albumtitel, soll im wahrsten Sinne ein Zeichen gesetzt werden. Down Below, wollen sich neu erfinden und unterstreichen das auch mit neuem Auftreten live wie auch inhaltlich. Wie schon bei „Wildes Herz“ zuvor bleibt es bei der Sprache Deutsch als Gesang und macht daher leichter verständlich, was die Band einem mit dem Album sagen will. Weniger Probleme ansprechen, als vielmehr Lösungen aufzeigen. „Stark“ unterstreicht das in besonderem Maße. Dieser neue Schritt zeigt aber auch, dass neue Wege nicht immer auch von allen akzeptiert werden oder gar die Richtigen sind!

Inhaltlich ist das Album angrenzend an das vorherige Album partiell rockig und hat hier und dort etwas Dampf. Wenn auch Down Below „Mit Goldenen Segeln“ gern in die Fußstapfen anderer Dark-Pop oder Gothrock/Neue Deutsche Härte Bands schwimmen wollen, ist das nicht ansatzweise gut gelungen. Eher einfacher deutscher Pop-Rock tut es auch und dazu nicht sonderlich besonders einfallsreich. „Moment Unseres Lebens“ ist so was von beispielhaft dafür, dass es mich jetzt noch wundert, dieses Album bei Rezis von anderen schwarzen Szeneblättern zu finden. Zu deren Entschuldigung ist natürlich zu sagen: „Zeichen“ bedeutet hier: neue Wege. Dieser neue Weg ist ihnen von Unheilig bereitet worden. Er zeigt, dass Mainstream ggf. auch Geld verdienen heißt. Ist ja auch toll und ich vergönne es eben niemanden. Schade ist es dennoch, das ein „Neustart“ so endet, in Selbstaufgabe und einem „netten“ Album zum hin und weghören…

Wenn man sich im Netz zudem umschaut und umhört, gibt es da Leute, die meinen das Down Below komplett kraftlos geworden ist. Das würde ich sicher nicht unterschreiben. Langweilig sind jedoch die schon x-fach gehörten Drums und Gitarrenriffs, die Arrangements von Gesang und Songstruktur und nicht zu vergessen: Mainstream VS DARK-Rock wie es früher einmal war. Die neuen Down Below werden somit ihrem Namen leider nicht mehr gerecht und kratzen weniger an der Oberfläche von Gesellschaft und Kultur, als vielmehr sie sich, „Am Leben“ mit sich selbst beschäftigen.

Fazit: Unheilig(e)-Fans und alle denen deutscher Poprock für nebenbei gefällt, können beherzt zugreifen. Wer gern mal etwas unkritischen Mainstream Deutschpop hören möchte, sollte vorher kurz mal rein hören, ob einem Stimme und Stil liegen. Allen anderen sei geraten: GANZ LANGE rein hören und dann erst mitnehmen.

Anspieltipps:

  • Stark
  • Am Leben
Vorheriger ArtikelMantus: Zeit muss enden (2005)
Nächster ArtikelASP: Wer Sonst? / Im Märchenland (2009)
Oliver Garrandt
Oliver Garrandt ist ein ECHTER Fotograf! Echt jetzt!! Mit Betonung auf Graf, aber in der Regel inkognito, mit Verzicht auf Titel und jegliches Zeremoniell. Alles andere wäre albern und unpraktisch. Man erzählt sich, von Garrandts Sommerresidenz in Dings bei Bums sei soetwas wie das rebellische Knusperhäuschen der internationalen Anti-Low-Carb-more-Fat-Bewegung. Ein käseüberbackenes, solarbetriebenes Nudelparadies mit extradünnen Extras. Der blaublütige Pixelprommi is so fucking real und exclusiv, der lebt sogar seinen Hang zu Electro und alternativer Musik, „die gern auch Crossover Industrial und Metal beinhalten darf“, offen aus.