Down Below: Sinfony 23 (2008) Book Cover Down Below: Sinfony 23 (2008)
Valerie Rentsch
Vertigo Be
15.02.2008
www.downbelow.de

Tracklist:

  1. From The Highest Point
  2. Sinfony 23
  3. Private Soul Security
  4. Down Below
  5. On My Way
  6. Heal
  7. Dark Queen
  8. Lovely Places
  9. Runaway
  10. Empty
  11. Angel
  12. Farewell
  13. Sand in meiner Hand (Bonus Track)
  14. Pro Contra (E)motions (Bonus-Track)
  15. From The Highest Point (Bonus-Track)
  16. Private Soul Security (Bonus-Track)

Nach ihrem dritten Platz Erfolg beim Bundesvision Song Contest in Hannover re-releasen die Sachsen-Anhaltiner nun ihr zweites Studialbum „Sinfony 23“, das erstmals im Juni 2007 erschien. Neben ihrem Contestsong „Sand in meiner Hand“ erweitern Down Below ihr Album um einen neuen Track und zwei Remixe.

Auf Down Below´s „Sinfony 23“ gibt es wundervoll melodiös unterlegte Dark Rock Stücke zu hören, die mal gemütlich spazieren, dann durch die Gegend wirbeln und letztendlich leicht die Wiege schaukeln. Dabei stehen Gefühle stets im Vordergrund. Die Texte, deren Zeilen sich oft reimen, gehen mit warmer Stimme gesungen direkt ins Herz und erwärmen es seicht. Denn durch Sänger Neo Scope spricht mal ein gebrochenes Herz, mal ein Beschützer und dann einer, der die Hand reicht, um zusammen wegzulaufen und alles hinter sich zu lassen.

Die Titel des Albums sind durchgehend sehr angenehm zu hören. Die Musik bleibt trotz Einsatz verzerrter Gitarren und mit lockeren elektronischen Elementen gleichförmig sanft, wobei jeder Song seinen eigenen Leckerbissen hat.

Einer der eingehensten Songs ist das flotte „Sinfony 23“. Im Refrain überschlagen sich die Synthesizer in einer fabelhaften Spirale, in den Strophen lockt Neo Scope den Hörer in ein neues Leben, die Sinfony 23. Zusammengesetzt aus „Sin“ (=Sünde), „Symphony“ und den 23 Chromosomenpaaren, die ein Mensch besitzt, steht diese für die Neukreation des eigenen Lebens.

Ein echter Ohrwurm ist außerdem „Private Soul Security“, welches die Band letztes Jahr auch als Single auskoppelte. Insgesamt ist, ob nun ruhiger in „Down Below“, gothromantisch in „Heal“ oder treibender in „On My Way“, die Mischung, die Down Below uns hier präsentieren, wundervoll auf der ganzen Linie und hörenswert für den Teil der dunklen Fraktion, die auch gern mal etwas popigere Musik hören mögen.

Vorheriger ArtikelDeine Lakaien: Indicator (2010)
Nächster ArtikelSchandmaul: Sinnbilder (2008)
Volkmr, der Gründer des ehemaligen Goth-Zine.de, verdingt sich „selbst und ständig“ als Linsenputzer bei volkmr fotografie ihm seine Knipsklitsche, hat sich als Chefredakteur 2.0 selbst recycelt, die Metalfriese abgeschüttelt und kämpft mit be subjective! erfolgreich gegen hausgemachte Langeweile, Schubladendenken und seine Profilneurose an. Manchmal darf er auch die RedakteurInnen rumfahren oder Wassereis abstauben.