Diary of Dreams: Elegies in Darkness (2014) Book Cover Diary of Dreams: Elegies in Darkness (2014)
Gothic Rock
Accession
14.03.2014

 Tracklist:

  1. Malum (4:53)
  2. the Luxury of Insanity (5:57)
  3. StummKult (4:53)
  4. Dogs of War (5:26)
  5. a day in December (4:12)
  6. dark embrace (6:33)
  7. Game (3:53)
  8. of a Ghost (5:37)
  9. Daemon (6:00)
  10. House of Odds

Wenn Kraft und Dynamik auf Zerbrechlichkeit treffen, dann ist es Zeit für das nunmehr elfte Studioalbum und das nunmehr 20. in der Bandgeschichte der Mannen um Adrian Hates. Breite Klangteppiche machen Songs wie „Malum“ oder „Dogs of War“ zu tiefdunklen Songperlen des Elektro-Darkpops. Basis des elegischen Dunkels ist ein Sequenzer getriebenes Fundament, unterfüttert mit melodischen wie rhythmischen Synthiethemen wie „The Game“. Die meisten Stücke des Albums sind getragen von einem angenehmen Pathos, das Zuhörer in ein warmes Klangbild einhüllt, aber eher nicht mit Leichtfüßigkeit dient.

Rund drei Jahre Zeit haben sich DOD Zeit gelassen, um dieses Studio-Album auf den Weg zu bringen: ein weiteres Endzeit-Epos aus der Dunkelheit, gepaart mit etwas Hoffnung, etwas Positivem. Schwere, schleppende Klangwelten aus großen Chören und Orchesterwänden, aber auch hämmernde Rhythmen, ergreifende Balladen, pulsierende Clubhymnen („Dream of a Ghost“) und apokalyptische Grooves: Das Album glänzt durch seine Vielseitigkeit, Abwechslung, Kraft, Dynamik, Zerbrechlichkeit – und natürlich nicht zuletzt durch die Erfahrung, die in jedem Ton steckt. In jedem Song steckt eine gewaltige Koexistenz von synthetischen Klängen und klassischen Stilmitteln. Das ist und war seit jeher der Reiz, der Diary of Dreams akustisch außergewöhnlich macht. Und das ist der Reiz, der auch „Elegies in Darkness“ innewohnt.

Der Frontmann wirkt – trotz seiner jahrelangen Bühnenerfahrung – noch immer wie der nette Junge von nebenan. Mit einer Stimme, die bei jedem Ton einen wohligen Schauer Gänsehaut den Rücken hinauf und hinab schickt: tief und weich, kraftvoll und rund. Tief, organisch, dunkel – und bis zum letzten Ton durchproduziert: Elegies in Darkness ist ein typischen Werk von „Diary of Dreams“, das in keiner Sammlung fehlen sollte.