Delain: We are the Others (2012) Book Cover Delain: We are the Others (2012)
Nadine Brandt
Roadrunner Records
01.06.2012
www.delain.nl

Tracklist:

  1. Mother Machine
  2. Electricity
  3. We Are the Others
  4. Milk and Honey
  5. Hit Me With Your Best Shot
  6. I Want You
  7. Where Is The Blood (feat. Burton C. Bell)
  8. Generation Me
  9. Babylon
  10. Are You Done With Me
  11. Get The Devil Out Of Me
  12. Not Enough

Das dritte Album der Band Delain ist ein wirklich solides Album. Es hat viele starke Momente in Bezug auf Gesang, Text und Sound, und nur wenige Schwachstellen.

Der Opener „Mother Machine“ ist ein gut gelungener Song, sicher einer der Besten auf dem Album und darüber hinaus als Eröffnungstitel hervorragend gewählt, da er ein passender Vorbote für das ist, was das Album noch zu bieten hat, und doch noch Platz für gelungene Überraschen lässt.

Direkt darauf folgt „Electricity“, der Song beginnt genau wie sein Vorgänger ruhiger und baut sich langsam aber sicher zu einem guten Finale auf. Mit mehreren stillen und stürmischen Parts geht dieser Song direkt ins Ohr. „We Are the Others“ ist der Titel der dem Album seinen Namen verleiht. Und gerade dieser ist am Anfang eher schwach. Die Melodie am Anfang ist eher kitschig als mitreißend, doch bekommt Delain zum Glück sehr schnell die Kurve. Und nach der nicht überzeugenden Einleitung erwächst auch dieser Song noch zu einer beachtlichen Größe. Textlich ist der dritte Titel sicher einer der Stärksten des Albums, und auch musikalisch integriert es sich gut in das Gesamtbild.

Im Gegensatz zum vorherigen Lied überzeugt „Milk And Honey“ ab der ersten Sekunde. Und die Begeisterung soll auch das ganze Lied hindurch nicht nachlasse. Besonders schleichend kommt der Song „I Want You“ daher, und genau das macht ihn mit Abstand zu einem der Besten dieser CD. Der langsame Aufbau, die musikalisch perfekt gewählte Unterlegung des Textes  machen diesen Song zu etwas Besonderem. Und genau an diesem Punkt ist zu erkennen zu was Delain fähig sind,  denn hier vereinen sich stille und laute Parts zu einem gelungenen Zusammenspiel.

Und auch am Ende warten noch einmal zwei  hervorstechende Songs, „Are You Done With Me“ und „Get The Devil Out Of Me“. Beide überzeugen aufs Neue von der Band, ihrer Musik und Ihren Texten. „Are You Done With Me“ ist noch relativ brav gehalten, und überzeugt gerade deswegen, weil es eine Überraschung ist. Doch genau im Anschluss wird mit „Get The Devil Out Of Me“ gleich wieder aufgeräumt, und ein wirklich starker Song präsentiert.

Einzige größere Schwachstelle liefert „Where Is The Blood“. Der Song beginnt zwar ganz solide, nicht überragend aber auch nicht schlecht. Doch im Verlauf ist er einfach vollkommen überlagert. Stimmlich kann Charlotte Wessels hier das einzige Mal nicht überzeugen und auch musikalisch hat die Band bewiesen, dass sie das wesentlich besser kann.

Das Album ist auf jeden Fall zu empfehlen, mit einer gelungenen Mischung ist da wirklich für jeden was dabei. Es ist nicht zu ruhig und nicht zu laut. Es bietet positive Überraschungen und gelungene Songs wie man sie sich wünscht.