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Raffael Lenz

Raffael Lenz
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Eigentlich ist Raffael Lenz Archäologe, aber das soll keine/r wissen - daher Schwamm drüber. Musikalisch war Raffael früher mal Metal, heute ist er eher Grammatik.  Sushi, Rachmaninov oder Tom Waits. Heimlich sogar Cluseo oder Lamm. Fleischessen ist ja doch eher so 90er. Raffael ist stolzer Besitzer so mancher Marotte, eines Latinums (Stultus inter pares!), einer eigenen Teetasse – einem Unikat – aus der niemand sonst trinken darf. Nicht mal Clueso. Nicht mal heimlich. Er liebt Brettern mit Brecht, Dürrenmatt, Eugène Ionescos’ Nashörner und leidet an einer ausgeprägten Phobie gegen Volksmusik, Schlager und Gott. Lenz traut sich bis heute keinen Kopfsprung zu und jeden Mist, den er schreibt, muss mensch nachschlagen. Aber ganz ehrlich: Wir haben ihn eh nur eingestellt, weil er Schokoladentorten backen kann.  Von seinem Blog (Echtes Berlin) raten wir ausdrücklich ab. 
Wie geht man eigentlich damit um, dass die Kindle-Bühne die Akkreditierung für Deichkind nicht rausrücken will, weil sie unseren Blog für „unbedeutend“ hält? Richtig! Man schnappt sich eine bessere und zieht sich mit über 12.000 Fans Sir FUCKING Elton John rein (!): Nervös und aufgetakelt wie zum ersten Date, stehe ich vor...
Sich als postrock-düsteres Dreampop-Trio in das rotze-bunte Berlin zu wagen, dazu gehört schon einiges an Mut. Ist die Stadt nicht viel zu schnoddrig und oberflächlich für Musik, die so viel Aufmerksamkeit, Ausdauer und Empathie abverlangt, wie die von Esben and the Witch? Die Frage muss ganz klar bejaht werden!...
Als Erwachsener plötzlich über eine seiner ersten Jugend-Lieben zu stolpern ist schon etwas Eigenartiges. Damals war ich vierzehn, großmäulig und gebot stolz über die MTV-konforme Aufmerksamkeitsspanne von drei Minuten vierzig Sekunden. Immerhin das reichte satt für Hedonsim. Mit zerbrechlicher Intensität sang mir Skin (damals) ihr Leid ins bartflaumbereite Gesicht....
Es ist dunkel in Berlin und arschkalt. Was liegt da näher als sich mit hunderten von Leuten dicht gedrängt in ein schön melancholisches Konzert zu kuscheln?! Musik ist ja bekanntlich wärmer als draußen – und The Notwist im Astra; gibt bestimmt 'Schlimmeres'. Zwischen bayrischem Biergarten-Charme (warme Brezeln: 1,50 Euro)...