Buchtipp: Thorsten Nagelschmidt veröffentlicht neuen Roman „Der Abfall der Herzen“ (2018)

Thorsten Nagelschmidt (Foto: Harald Hoffmann)

»Wann hast du eigentlich aufgehört, mich zu hassen?«
»Als du mir den Brief geschrieben hast.«
»Was für einen Brief?«

Mit dieser Frage beginnt für Nagel eine Reise in die eigene Vergangenheit. Er holt seine alten Tagebücher aus dem Schrank, die er in den folgenden Wochen liest wie den Coming-of-AgeRoman eines Fremden. Mit Anfang Zwanzig lebte Nagel in seiner ersten WG in Rheine, hielt sich mit Nebenjobs über Wasser und verschwendete kaum einen Gedanken an die Zukunft. Damals, als ein Jahrhundert zu Ende ging, man im Regional-Express noch rauchen durfte und nur Angeber mit zu viel Geld ein Handy hatten. Plötzlich und unvorhergesehen änderte sich alles, innerhalb weniger Monate verwandelte sich seine Welt in einen Scherbenhaufen. Nun, 16 Jahre später, fährt er los und trifft seine ehemaligen Freunde und Bekannten, Tommi und Richter, Laura und Nina, Schacke, die Larrys und all die anderen schrägen Vögel, um sie zu ihrer Version der Geschichte zu befragen. Je mehr er erfährt, desto chaotischer wird das Puzzle aus Legenden, Gerüchten und Halbwahrheiten.

»Eine spannende und wunderbar erzählte Geschichte, wie sie nur das Leben schreiben kann.« Tino Hanekamp

Thorsten Nagelschmidt (Foto: Harald Hoffmann)

Thorsten Nagelschmidt, geboren 1976 im Münsterland, ist Autor, Musiker und Künstler. Bis 2009 war er Sänger, Texter und Gitarrist der Band Muff Potter. Unter dem Namen Nagel veröffentlichte er die Bücher »Wo die wilden Maden graben« (2007), »Was kostet die Welt« (2010) und »Drive-By Shots« (2015). Thorsten Nagelschmidt lebt in Berlin.

Am 22.02.2018 erscheint der Roman „Der Abfall der Herzen“ bei S. Fischer. Das Hörbuch der ungekürzten Autorenlesung erscheint in einer Sammelbox bestehend aus 9 CDs bei Grannd Hotel van Cleef und ist des weiteren bei den üblichen digitalen Anbietern erhältlich.

Links:
www.thorstennagelschmidt.de
www.sfischerverlage.de
www.ghvc.de

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Thea Drexhage
Thea Drexhage hat Salma Hayek einiges voraus! 100 mm. Wie die meisten Frauen der Redaktion, Duffy, Beth Ditto, Joan Rivers oder Angus Young kann sie die MusikerInnen aus dem Bühnengraben also völlig problemlos sehen, wenn jemand ihren Hocker trägt, wird aber - das hat sie mit Salma dann doch wieder gemein - dennoch viel zu oft auf Ihre Körpergröße, ihre Mähne und ihre leicht misanthropischen Anflüge reduziert. Damit sie also nicht im nächstbesten Titty Twister von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang Menschenmengen und Bläser mätzelt, halten wir “Aggro-Thea”, die zuvor ganze Landstriche in Mecklenburg Vorpommern ausgerottet hat, halbtags im spießbürgerlichen Oldenburger Exil an der langen Leine. Seither legt sich die scheißpünktliche existentialistische Besserwisserin analog mit Satre, Camus & Kodak an und ja, auch wir müssen neidlos zugestehen, dass der Instagram-Account ihrer beiden Katzen “Salma” und “Hayek” mehr Follower pro Tag hat, als unser webzine im ganzen Jahr.