Review: Monster Magnet, The Pilgrim Fathers, Nebula (10.11.2008, Helsinki)

Foto: Iris Kessin
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Endlich! Monster Magnet touren wieder durch Europa. Nachdem vor 2 Jahren sämtliche für 2006 geplanten Konzerte aufgrund einer Drogenüberdosis des Sängers Dave Wyndorf abgesagt werden mussten, sind sie jetzt wieder da. Und sie haben ein neues Album im Gepäck! "4-Way Diablo", die aktuelle Scheibe der Band, wurde am 6. November 2007 veröffentlicht. Die Liveversionen gibt's in deutschen Landen nochmals vom 4. bis 10. Dezember zu hören. Denn dann rocken Monster Magnet nach ihrem Deutschlandbesuch Anfang November noch einmal Konzerthallen in Hannover, Saarbrücken, Stuttgart, Nürnberg, Leipzig und Berlin.

Am 10. November jedoch war Station im hohen Norden. Tavastia, Finnlands wohl bekanntester Rock-Club mitten in Helsinki war restlos ausverkauft, und das war kein Wunder. Nach einer so langen Wartezeit auf das neue Album und die Tour wollten sich die Fans dieses Ereignis nicht entgehen lassen.

Vorbands gab es gleich zwei: The Pilgrim Fathers (UK) und Nebula (USA).
Möglicherweise lag es daran, dass The Pilgrim Fathers der erste Akt des Abends waren und der Club noch spärlich gefüllt war, aber der psychedelische Rock, den die Band zum Besten gab, überzeugte nur wenige, obwohl sich die fünf Jungs aus Nottingham alle Mühe gaben. Anders dagegen Nebula. Mit eigenwilligem Sound der irgendwo zwischen psychedelischem Rock und Blues angesiedelt ist, rockte die Band den sich inzwischen zu einem Drittel gefüllten Club. Insbesondere die Gitarrensolos von Sänger Eddie Glass hatten es in sich und lockten nach und nach immer mehr Konzertbesucher von der Bar hinein in die Halle.  

Foto: Iris Kessin

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Und dann kamen sie – mit stürmischem Applaus begrüßt von einem Publikum, das den 700 Leute fassenden Club auch in der oberen Etage bis in die letzte Ecke füllte. Mit einem Mix aus altbekannten und neuen Songs rockten Monster Magnet das Haus. Die Bühnenbeleuchtung ließ zu wünschen übrig, was aber möglicherweise daran lag, dass man die auf dem Backdrop ablaufende Comic-Diashow mehr hervorheben wollte, die teilweise stark an Iron Maiden Shows erinnerte.

Es wurde heißer im Saal, was nicht nur an der Menschenmenge, sondern auch an der Stimmung lag, die bei "Spacelord" auch den letzten noch nicht abrockenden Fan zum begeisterten Mitgrölen anspornte. Sie können's halt immer noch – nach fast 20 Jahren im Geschäft reißen Monster Magnet immer noch jeden mit, der sich diese Band live gibt.

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Nach etwa einer Stunde war Verschnaufpause angesagt – nicht nur für die Band, sondern auch die Fans, die die Gelegenheit nutzten, die heiseren Stimmbänder an der Bar zu ölen. Doch dafür blieb nicht allzu viel Zeit, denn obwohl man ja bekanntlich aufhören soll wenn's am schönsten ist, ließen sich Monster Magnet nicht lange um eine Zugabe bitten.

Das fast neunzigminütige Set endete mit einem Dankeschön der Band an die Fans, das Frontman Wyndorf mit den Worten krönte: "You guys are the center of the universe. I love every fu***ing one of you."

Konzertfotos:

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