Monster Magnet (Foto: Michael Lange bs! 2019)

Monster Magnet gehören seit gut drei Jahrzehnten zu den einflussreichsten Urgesteinen der Stoner Rock-Szene und stehen für visionären Retro-Rock made in New Jersey. Alles beginnt Anfang der 90er Jahre mit einer EP, die einem Debüt typisch schlicht den Namen der Band verpasst bekommt. Das Zusammenspiel von Metal und Space Rock kommt hier schon deutlich zum Vorschein. Ein Jahr später folgt bereits „Spine Of God“. Für viele Fans gilt das 1991 erschienene Album bis heute als bestes Werk der Band dank John McBains zwischen brachial und psychedelisch wechselndem Gitarrenspiel, den halluzinogenen Texten von Sänger „Bullgod“ Dave Wyndorf und der von bewusstseinserweiterten Substanzen beeinflussten Stimmung in loving memory an die wilden Siebziger, die zum Trip für Musiker und Hörer gleichermaßen wird. Es folgt der Wechsel von Glitterhouse Records zu A&M, bei dem die Band Mitte der 90er bald ihren ersten großen Hit rausbringt. Mit „Negasonic Teenage Warhead“ begeistert die Band nicht nur eingefleischte Black Sabbath-Fans sondern gewinnt selbst zahlreich neue dazu.

Monster Magnet (Foto: Thea Drexhage bs! 2018)


Die Band wechselt die Besetzung im Laufe ihrer Karriere einmal vollständig durch, nur Sänger Dave Wyndorf ist als Frontmann seit der Gründung mit dabei. Ende der 90er beginnt für Monster Magnet mit ihrem Album „Powertrip“ und der Hitsingle „Spacelord“ eine neue Ära. Wyndorf wendet sich von den Drogen ab und die Band wendet sich von nun Straight Rock zu. Mit den 00-Jahren wechselt Monster Magnet zu ihrem heutigen Label Napalm Records. Monster Magnet haben zu ihrer Mitte gefunden und bringen Vergangenheit und Zukunft in der Gegenwart in Einklang. Zu ihrem 30-jährigen Bandbestehen gehen Monster Magnet mit ihrem bombastischen Album „Powertrip“ auf Europatour, um uns mit in die vierte Dimension zu nehmen.

Aufgrund einer Mandelentzündung von Wyndorf musste die für den Sommer geplante Europatour abgesagt werden. Gesundet holt die Band nun im Frühjahr 2020 ihre Tour nach, um „Powertrip“ im großen Stil und ein grandioses Wiedersehen mit ihren Fans zu feiern.

Die Dates:

  • 01.02.2020 Berlin – Metropol
  • 03.02.2020 Köln – Essigfabrik
  • 04.02.2020 München – Muffathalle
  • 05.02.2020 Hamburg – Markthalle
  • 07.02.2020 Bremen – Schlachthof
  • 08.02.2020 Dresden – Reithalle
  • 09.02.2020 Stuttgart – LKA Longhorn
  • 10.02.2020 Dortmund – FZW
  • 13.02.2020 Wiesbaden – Schlachthof
  • 16.02.2020 Wien – Simm City
  • 17.02.2020 Zürich – Dynamo

Links:
www.zodiaclung.com

Veranstalter:
FKP Scorpio

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Thea Drexhage
Thea Drexhage hat Salma Hayek einiges voraus! 10 mm. Wie die meisten Frauen der Redaktion, Duffy, Beth Ditto, Joan Rivers oder Angus Young kann sie die MusikerInnen aus dem Bühnengraben also völlig problemlos sehen, wenn jemand ihren Hocker trägt, wird aber - das hat sie mit Salma dann doch wieder gemein - dennoch viel zu oft auf Ihre Körpergröße, ihre Mähne und ihre leicht misanthropischen Anflüge reduziert. Damit sie also nicht im nächstbesten Titty Twister von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang Menschenmengen und Bläser mätzelt, halten wir “Aggro-Thea”, die zuvor ganze Landstriche in Mecklenburg Vorpommern ausgerottet hat, halbtags im spießbürgerlichen Oldenburger Exil an der langen Leine. Seither legt sich die scheißpünktliche existentialistische Besserwisserin analog mit Sartre, Camus & Kodak an und ja, auch wir müssen neidlos zugestehen, dass der Instagram-Account ihrer beiden Katzen “Salma” und “Hayek” mehr Follower pro Tag hat, als unser webzine im ganzen Jahr.