Review: Boy + Small Fires (24.11.2015, Hannover)

Foto: © Jürgen Wilde bs!

Sie sind noch nicht allzu lange im dabei im großen Musikgeschäft. Und das war es auch, was Sängerin Valeska Steiner und Musikerin Sonja Glass so sympathisch macht. Die beiden jungen Damen, die sich den Bandnamen „Boy“ gegeben haben, waren mit ihrem zweiten Album „We were here“ im Gepäck zu Gast im Capitol in Hannover. Und die Fans sorgten für eine restlos ausverkaufte Halle. So viel vorweg: Mit etwas mehr als einer Stunde war das Konzert ein wenig sehr kurz. Dennoch aber überzeugten „Boy“ inklusive der vierköpfigen Band im Hintergrund auf der ganzen Linie.

Foto: © Norbert Pfeifer bs!
Foto: © Norbert Pfeifer bs!

Da ist der eindrucksvolle Gesang der Züricherin Steiner, die auf der Bühne so toll klingt wie auf der CD. Mal fröhlich, mal nachdenklich, immer souverän. Kollegin Glass aus Hamburg zupfte meist den Bass, wechselte ab und an auch einmal zur Gitarre. Was den beiden aber gemein ist: Sie scheinen überrascht, dass so viele Leute gekommen waren, um sie zu sehen, und dass viele Fans aus voller Kehle die Lieder mitsangen. Sonja Glass kam mit ihren Ansagen sogar ein wenig schüchtern daher. Da wirkte nichts aufgesetzt oder gekünstelt. Schön, dass es so etwas in Zeiten des harten Musikgeschäftes noch gibt.

Boy brachten dann auch alles, was sie hören wollten, die Fans. Starter war der Titelsong ihres neuen Albums „We were here“. Und es folgten Songs quer durch beide Alben. „Mutual Friends“ ist 2011 erschienen, natürlich fehlte der Hit „Little Numbers“ nicht. „Drive Darling“, „Boris“, „This ist he Beginning“, „No sleep fort he Dreamer“, „Railway“, „Waitress“ bis hin zur Zugabe „Skin“ – die beiden Mädels hatten sichtlich Spaß mit den Fans und ihrer Musik.

Viel zu schnell war das Konzert dann aber vorbei. „Hannover, es war schön mit Euch“, rief Steiner noch in das Mikrofon, dann waren sie wieder verschwunden.

Foto: © Norbert Pfeifer bs!
Foto: © Norbert Pfeifer bs!

Als Vorgruppe hatten Steiner und Glass „Small Fires“ aus Hamburg mit dabei. Musikalisch überzeugten die drei Jungs, allerdings passten sie mit ihrer ein wenig düsteren Musik nicht so recht zum Hauptact.

Großen Dank auch an unseren Kollegen Norbert Pfeifer vom musikmag für seine tollen Fotos!!!

 

Links:

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www.listentoboy.com

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