Review: Samsas Traum mit Vic Anselmo live im C-Club (19.11.2015, Berlin)

Alexander Kaschte beehrte nach dem überwältigen Erfolg der letzten CD „Poesie-Friedrich’s Geschichte“ die Hauptstadt. Gespannt, wie die Band die ernste Thematik des Albums auf die Bühne zu bringen, begann der Abend hoffnungsvoll.

Foto: © Torsten Volkmer bs!
Foto: © Torsten Volkmer bs!

Nach dem Intro „Stammheim“ betraten Alexander und seine Mannen die Bühne und starteten sofort mit „Sauber“, einem der eindrücklichsten Stücke der aktuellen CD. Das Publikum schwankte zwischen Nachdenklichkeit und Euphorie, eine der Eigenschaften, die Samsas Traum einfach auszeichnen. Wenige Bands schaffen es, das Auditorium derart in seinen Bann zu ziehen.

Mit „und ich schrieb Gedichte“ kam dann auch gleich der zweite Song des Epos zur Uraufführung in Berlin. Die Begrüßung des Publikums in bester Kaschte-Manier fand erst vor „Ich sehe die Sterne bei Tag“ statt, die gleichzeitig als Startschuss eines kurzweiligen Abends fungierte. Es folgten weitere Kapitel aus „Poesie – Friedrich’s Geschichte“, ehe mit „ Blut in der Waschmuschel“, dem legendären „A.ura und das Schneckenhaus“-Album Tribut gezollt wurde.

Foto: © Torsten Volkmer bs!
Foto: © Torsten Volkmer bs!

Das gemeinsame Duett mit „Vic Anselmo“ zu „Niemand, niemand anderem als dir“ beendete das reguläre Set. Nach einer kurzen Pause erklangen die ersten Töne von „Kaputt“, ehe mit der Coverversion von „Moskau“ wieder einmal der Beweis erbracht wurde, wie tief der Schlager in uns allen verwurzelt ist. Ein weiterer Fanliebling ist zweifelsohne „Stromausfall im Herzspital“. Mittlerweile gab es für die Fans kein Halten mehr und mit „Igel im Nebel“ nahm die Feierstimmung immer weiter zu, ehe man mit „Heiliges Herz“, metallische Töne anschlug und der Publikumsraum sich in ein Haaremeer verwandelte. Schließlich eignet sich kein anderer Song besser zum Headbangen, als eben „Heiliges Herz“. Mit der standesgemäßen Wall of Death und einem Circle-Pit in den Vorraum wurde „Ein Fötus wie du und ich“ ordnungsgemäß zelebriert, ehe der legendäre Song „Kugel im Gesicht“ diesen ungewöhnlichen Abend den passenden Schlussakkord versetzte.

Foto: © Torsten Volkmer bs!
Foto: © Torsten Volkmer bs!

Fazit:

Samsas Traum polarisieren mit ihrem neuen Album. Eine Band, die wirklich kontrovers diskutiert wird und von denen es leider zu wenig gibt. Trotzdem war es ein kurzweiliges Konzert, das durch zahlreiche Höhepunkte zu überraschen und zu überzeugen wusste. Wer die Gelegenheit hat, sollte sich Samsas Traum auf keinen Fall entgehen lassen.

Fotos sind vom Konzert in Hannover. In Berlin gab es leider ein Fotoverbot aufgrund von Videoaufnahmen 🙁

Hier auch der Link zum Hannover Review.

Links:

www.vicanselmo.com

www.samsas-traum.info

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Fabian Bernhardthttps://www.be-subjective.de/
Um unglaublich international zu wirken, hat die Redaktion einen Headhunter auf DEN Berliner angesetzt. DAS Phantom, wie es aus Szenekreisen heißt, hat viele Tarnidentitäten. Gesichert ist, dass der Dämon – ein gerade mal 76 Zoll großer metalbesessener Gothik-Zwerg – im Nebenerwerb als Schauma-Shampoo-Model jobbt und einen mittel bis stark ausgeprägten Festivalfetisch pflegt, sich während der Wintermonate mit Kneipensport Ersatzbefriedigung verschafft und eine ruhige Kugel in seinem Prinzessin-Lilliefee-Darkroom schiebt. Ob es das Spandauer Edelexemplar wirklich gibt oder auch Bernhardt nur ein Pseudonym ist, konnte bisher nicht geklärt werden.