Review: Bockpalast 2015 – Zeichen setzten gegen Fremdenhass (29.08.2015, Bockelskamp)

Foto: © Nora Thies bs!

Auch der 36. Bockpalast steht im Zeichen eines friedlichen Miteinanders. Wer hier her kommt, genießt die ausgelassene Stimmung und erfreut sich zusammen mit den anderen 1.500 Besuchern an guter Musik von Rock bis Hip Hop.

Dass das Konzept des schlichten kleinen Festivals ohne viel „Drumherum“ aufgeht, beweist der mehr als volle Bockelskämper Bolzplatz. Dabei fällt auf, es ist voll aber es bleibt dennoch sehr entspannt und friedlich.

Als wir um kurz nach halb acht aufschlugen, haben wir C for Caroline leider gerade verpasst. Sehr schade – wenn man den anderen Besuchern Glauben schenkt, war ihr Auftritt wirklich ein grandioser Auftakt, der den einen oder anderen schon von der Bierbude weggelockt hat.

Bevor Stellar Stereo mit ihrer Mischung aus Ska & Punk als nächstes die Hauptbühne enterten, begeistern Just 4 Campfire auf der kleinen Bühne mit Classic-Rock Covern und einer Stimme die durch und durch geht.

Foto: © Nora Thies bs!
Foto: © Nora Thies bs!

Wie wir finden, übrigens ein  Konzept das es viel öfter geben sollte. So kommt keine Langeweile auf und die tanzwütigen kommen den ganzen Abend auf Ihre Kosten.

Für alle die es etwas ruhiger mögen, gab es auch dieses Jahr wieder ein Lagerfeuer. Hier wurde noch bis in die frühen Morgenstunden in gemütlicher Runde gefeiert, nachdem die Musik an den Bühnen schon lange verstummt war.

Bevor es wie geplant mit dem nächsten Act weiterging, fand sich die komplette Bockpalast-Orga auf der Bühne ein. Es gibt einen Dank an die Besucher und eine ganz klare Aussage: Für Fremdenhass ist hier kein Platz!

Jeder sei hier willkommen, der friedlich feiern will. Egal woher er kommt und wohin er will. Wem das nicht passt, der könne gerne gehen. Ja – das sollte selbstverständlich sein. Wir sind dennoch begeistert von diesem klaren Statement und stimmen in den allgemein zustimmenden Jubel ein.

Foto: © Nora Thies bs!
Foto: © Nora Thies bs!

Mittlerweile ist es kurz vor Mitternacht und der Platz hatte sich ein wenig geleert. Wer aber immer noch nicht genug  hatte nach dieser Reise quer durch die Musiklandschaft, wurde zum guten Schluss noch mit feinstem Rock belohnt. Die Jungs um Tony Mulkes lassen sich am besten so beschreiben: laut, lauter, Dynamite Roadkill. 2 Stunden lang holen die Drei alles was geht aus den Verstärkern und bieten dem Publikum eine grandiose Show.

Unterstützung gibt es zwischendurch auch noch. Als Specialguest unterstützt Moritz „Mutz“ Hempel, Frontman der befreundeten Metal-Combo Drone, die Band und gibt der Show den letzten Kick.

So findet der diesjährige Bockpalast gegen 2 Uhr Nachts mit einem Feuerwerk als gelungener Abschluss sein Ende.

Für uns steht fest, wir sind auch nächstes Jahr wieder dabei wenn es heißt 37. Bockpalast – Bock auf Rock, umsonst und draußen.