Letzte Instanz (27.08.2005, Nossen)

Letzte Instanz Konzert im Rahmen der 9. europäische Fledermausnacht / Nossen

 

Am 27.8.05 war es nun soweit, die 9. europäische Fledermausnacht öffnete ihr Tore für zahlreiche interessierte Tierschützer, Neugierige und begeisterte Fans der Letzten Instanz aus Dresden.

 

Als Location für diese gelungene Veranstaltung wurde das gemütliche Schloss in Nossen gewählt und es sollte wirklich keinem an etwas fehlen. Für Jeden gab es hier die Möglichkeit sein Wissen über Fledermaus- und Artenschutz auf zu möbeln, sich unterhalten zu lassen oder einfach kreativ zu sein. So wurde das um 14 Uhr startende Programm von vielen kleinen und großen Highlights gespickt. Man konnte ein kleines Museum mit vielen Ausstellungsstücken der heimischen Fauna besichtigen, einem Theaterstück zu schauen oder auf den Spuren der kleinen Nachttiere Wanderungen miterleben, bei denen es so manches Neue oder Altbekannte zu hören gab. Wer Glück hatte konnte sogar das ein oder andere Tier erspähen, welches zu abendlichen Streifzügen unterwegs war. Auch für die kleinen Gäste gab es viele spannende Möglichkeiten die Zeit zu vertreiben. So wurde aus so manchem Kleinkind eine echt gruselige Fledermaus beim Kinderschminken. Oder einige Schutzhäuschen für Zwergfledermäuse gebaut.

 

Wem das nun immer noch nicht genug war, der konnte sich an der Taverne von mittelalterlichen Komödianten oder Musikern unterhalten lassen oder bei einem Spaziergang über den kleinen Mittelaltermarkt in die Zeit um 1600 zurückschweifen. Nicht zuletzt das wunderschöne Wetter trug zu seinen Teil zum Gelingen dieses Spektakels hinzu und lockte sogar die letzte zu Haus gebliebene „Fledermaus“ aus ihren 4 Wänden, so dass sich der kleine Schlosshof schon vor 18 Uhr recht schnell füllte. Eingebettet in die Grünanlagen des nördlichen Schlossteils fand man die kleine Bühne an der schon am späten Nachmittag das werkeln um guten Ton, bestes Licht und den idealsten Standort auf der Bühne begann, so dass sich auch hier schnell viele Schaulustige und Beobachter einfanden.

 

Gegen 18.30 Uhr war es dann soweit. Der Naturschutzverein verlieh an besonders engagierte Tierschützer die Plakette „Fledermaus komm ins Haus“, was so Manchen ein Schmunzeln ins Gesicht zauberte.

 

Mit einer leichten Verspätung durch Soundprobleme standen dann ca. gegen 20.30 Uhr die Schattenkinder Dresdens auf der Bühne und präsentierten die Songs ihres größtenteils vom Band laufenden Programm mit einer Videoshow dem Nossener Publikum. Schon nach wenigen Minuten ihres halbstündigen Gigs wurde klar, dass dieser Support an diesem Tag wenig Überzeugungskraft hatte und es ihnen somit nicht gelang das leicht verwirrte Publikum mit ihren mystischen Klängen zu begeistern. Bei einem Blick ins Publikum schaute man in verschlafene oder gähnende Gesichter.

So war nach diesem weniger erfolgreichen Support die Vorfreude auf das was da kommen wollte noch größer. Dieses einmalige Gefühl, der Vorfreude die man nur vor Instanz Konzerten kennt und gerade wenn es in einer solch tollen Kulisse stattfindet. Für Viele war es das erste Konzert mit dem neuen Sänger Holly, der sicher eine große Packung Lampenfieber hatte und man war gespannt wie sich seine weiche Stimme in die Klänge der Instanz’schen Musik einbettet. Da erklang es schon, dass Intro der Letzten Instanz Konzerte. Dieses Mal mit einem abgewandelten Sampler des Klassikers „Salve Te“ und 7 Gestalten betraten umhüllt von Nebel die kleine Bühne und begannen ihren 90 minütigen Gig mit dem schon von früheren Konzerten bekannten Feuerspucken. Plötzlich war sie wieder da, diese unglaubliche Spielfreude dieser besonderen durch Höhen und Tiefen geformten Band. Eine Wahnsinnsstimmung legte sich auf den Schlosshof und man feierte unter nicht abbrechenden Jubelrufen zu Klassikern wie „Jeden Morgen“, „Rapunzel“ oder „Bittere Nacht“. Es wurden aber auch sehr viele Lieder des neuen im nächsten Jahr erscheinenden Albums gespielt. So lauschte das Publikum zu Songs wie „Unerreicht“ oder „Sonne“ und auch der letzte Zweifler musste sich nach diesem absolut berührenden Konzert eingestehen, dass Holly den ehemals leeren Platz des Sängers optimal und absolut exzellent ausfüllt und den Texten dieser Band einen eigenen Charakter schenkt.

 

Auch die Pyrotechnik rundete die Stimmung zusätzlich ab. Von kleinen Feuerschalen, über Fontänen bis hin zu brennenden Streicherbögen wurde einiges geboten.


Den letzten Song dieser absolut mitreißenden, emotionalen Show bildete eines der neuen Songs Namens „Sandmann“ und  somit verließ die Letzte Instanz das tief berührte Publikum unter sternenklaren Himmel. Abschließend kann man sagen gerade auch im Bezug auf die neuen Songs und Texte. Die Letzte Instanz ist zurück. Gewaltiger, emotionaler und erwachsener als je zuvor.

 

Nach dem Gig der Instanz war die Fledermausnacht für Viele aber noch nicht abgeschlossen. Nein, Viele wie auch wir, rockten noch eine ganze Weile den Südflügel des Schlosses zur „offiziellen Subway to Sally Record Release Bat Party“ mit den Mannen um die Letzte Instanz und ihrer Crew.


Link:
www.letzte-instanz.de