Thundermother: Road Fever (2016) Book Cover Thundermother: Road Fever (2016)
Hard Rock
Despotz/Cargo Records
11.09.2015
www.thundermother.com

Tracklist:

  1. It´s Just A Tease
  2. FFWF
  3. Alright Alright
  4. Deal With The Devil
  5. Give Me Some Lights
  6. Roadkill
  7. Enemy
  8. Vagabond
  9. Thunder Machine
  10. Rock´n´Roll Sisterhood

Warum bespricht man ein Album, dass bereits seit fast einem Jahr auf dem Markt ist erst jetzt? Hat die Band den Rezensent dafür bestochen? Oder die Plattenfirma? Bekommt der Schreiber dann ein Meet & Greet mit der Band, inklusive romantischen Candle-Light-Dinner? Oder hat er einfach nur eine Wette verloren? Jede Antwort auf diese Fragen lauten: NEIN!
Es liegt aber ganz klar auf der Hand, dass es mir Thundermother angetan haben. Immer noch begeistert von ihrem Gig mit D.A.D. im Mai in Nürnberg, finde ich einfach, dass eine Band, die eben eine enorme Qualität hat gepuscht werden MUSS! Thundermother haben nicht nur meinen Support, sondern auch euren verdient! Und ich liebe es, andere Leute mit guter Musik zu infizieren. Eine andere Definition von Sucht…

Wer nicht auf High-Energy-Kick-Ass Hard Rock/Rock´n´Roll der Marke early AC/DC, Girlschool und einem minimalen Motörhead-Rotz steht, der kann hier nun aufhören weiter zu lesen, sich in die Ecke stellen um sich zu schämen und dabei weiterhin seine Andrea Berg CDs spielen…

Ladies And Gentleman, hier spielt die Zukunft, die nächste Generation des Rock´n´Roll! Fünf Damen die dir zeigen, wie geil dieses Genre ist und mit dir eine Party nach der anderen feiern (und dich dabei auch noch unter den Tisch trinken…). Vorne weg geht zum einen Gitarristen Filippa Nässil, die ein richtiger Derwisch an der Gitarre ist und sich mit Leib und Seele der Musik hingibt. Zum anderen haben wir mit Sängerin Clare Cunningham eine Testosterongeschwängerte Frontfrau, die mit ihrer leicht rauen, whiskeygetränkten Stimme einen superb harmonierenden Cocktail aus dem Instrumentalem und Gesang mixt.

Verfeinert wird das mit der Kirsche aus Hooklines, die sich bei jedem (!) Song herauskristallisiert und einen geschmacklichen Hörgenuss bietet. Man braucht hier keinen Song hervorzuheben, denn hier ist das Gesamtpaket das erstklassig zündet. Und wenn hier nicht einmal auffällt das die Spielzeit gerade einmal nur eine halbe Stunde beträgt, merkt man, dass alles vorhanden und an seinem richtigen Platz ist.

Es wurde schön öfters zitiert, aber muss einfach noch mal gesagt werden: Wer denkt, dass Frauen nicht rocken können, der hat keine Ahnung und MUSS sich eines besseren belehren lassen! Diese Ladys rocken! Und wie! Und wer danach immer noch nicht seine Ansicht geändert hat: FUCK OFF!!!