Stoneman: How To Spell Heroin (2007) Book Cover Stoneman: How To Spell Heroin (2007)
Twilight Zone
14.09.2007

Tracklist:

  1. How to spell heroin
  2. Save me the last waltz
  3. Bizarre.Glam.God
  4. Dope army
  5. Dead or alive
  6. Nightmare on Elm Street
  7. No use for life
  8. Wer ficken will
  9. Like a believer
  10. Preacher holiday
  11. Necromantic dreams
  12. Alone in the dark

Ja Grüezi wohl! Da sind sie wieder, meine Lieblingsschweizer von Stoneman. Nach ihrem Debütalbum „Sex.Drugs.Murder“ von 2006 und einer Tour als Supportact der Deathstars klopft nun das neue Album „How To Spell Heroin“ an die Tür.

Ehrlich gestanden… ich hätte nicht gedacht so schnell wieder etwas von Stoneman zu vernehmen… und was noch mehr überrascht ist der hervorstechende Fortschritt der sich deutlich auf dem Album herauskristallisiert. Nicht nur das hervorragende Artwork beeindruckt zugleich, auch der Opener, dem das Album seinen Namen verdankt brettert sogleich brachial und kompromisslos über den Hörer. Deutlich kristallisiert sich der viel vollere und facettenreichere Sound im Vergleich zum Vorgänger „Sex.Drugs.Murder“ heraus. Die Produktion hat sich um Längen verbessert und vor allem die Keyboards wurden vordergründiger und einfallsreicher eingesetzt. Der gesangliche Teil von Mikki Chixx variiert bei „Save The Last Waltz“ von gefauchten Parts bis hin zum melodiösen Refrain. Unterstützt durch weibliche Backing Vocs reift er hier zu einem guten Sänger.

Auch die gänsehautverursachende Spieluhr aus dem Kinderzimmer der Vorhölle findet wieder Einsatz. „bizarre.glam.GOD“ besitzt streckenweise eine ohrwurmträchtige Melodie, die ruhig auch auf die Strophe in irgendeiner Form hätte ausgeweitet werden können. Ebenso auf die Stimme hätte eine Melodieabfärbung nicht geschadet, dann wäre die mit Sicherheit ein Knaller geworden. Während „dope army“ stark an „Sex.Drugs.Murder“ erinnert kommt bei „dead or alive“ der Manson in der Gitarre bei ihnen durch.

Nicht nur das melodiöse Gesangskonzept haben sie verstanden. Und noch etwas haben sie sich verinnerlicht. Der selbsternannte Ladykiller Mikki predigt ein ungeschriebenes Gesetz. „Wer ficken will“ rattert in guter Rammsteinmanier herbei. Ein durchweg gelungener Song, der das merkwürdige „No Use For Life“ zuvor vergessen lässt. Danach folgen ein paar weniger spektakuläre Songs bevor es mit einem ruhigeren „Alone In The Dark“ zu Ende geht. Und das ist ein wirklich guter Abschluss für das Album… auch wenn mir nicht einfallen möchte an was mich der Song erinnert…

Die Einheitlichkeit der Songs und das gesamte Konzept von „How To Spell Heroin“ ist stimmiger als zu „Sex.Drugs.Murder“ Zeiten und man könnte auch fast einen roten Faden erkennen. Aber ganz soweit ist es leider noch nicht. Manche Songs wollen nicht so ganz passen und anderen fehlt noch der Feinschliff. Dazu gibt es natürlich auf dem Markt Größen, die das Genre besser beherrschen. Neben diesen erblassen Stoneman, doch eine Entwicklung ist unabstreitbar und wenn dies zum nächsten Album im selben Maße zunimmt, können sich einige warm anziehen.