Staubkind: Zu Weit (2007) Book Cover Staubkind: Zu Weit (2007)
Out of Line
12.10.2007
www.staubkind.de

Tracklist:

  1. Intro
  2. Erinnerung
  3. Zu Weit
  4. Gestern
  5. November
  6. Wenn du schläfst
  7. Halt mich
  8. Wunderschön
  9. Letzter Tag
  10. Vergiss Nicht
  11. Königin
  12. Als ich fortging
  13. Viel mehr Akustik

Seit 12. Oktober steht das zweite Album „Zu Weit“ der Berliner Staubkinder in den Regalen. Drei Jahre nach Veröffentlichung ihres Debutalbums warten jetzt 13 Songs ungeduldig auf ihre Hörer und ab November darauf, endlich live gespielt zu werden.

Auf „Zu Weit“ findet der Hörer Gothic Rock mit deutschen Texten. Und so weichen auch die Inhalte der Texte nicht sonderlich von dem ab, was man bei diesem Genre erwartet. Schmerz, Liebe und große Gefühle ziehen sich durch die gesamte Platte. Manchmal ist mehr, manchmal weniger Rock dabei und so kommt es öfters vor, dass das Keyboard die Oberhand gewinnt und die Gitarren gänzlich untergehen.

„Gestern“ zeigt dafür die etwas rockige Seite der Band. Wobei die Gitarren schon wieder zu schwer sind, der Text ebenfalls, so dass eigentlich keine richtige Rocknummer entstehen kann. Zumindest keine, die gute Stimmung macht.

Die Stimme von Sänger Louis ist passend für diese Thematik, doch mit der Zeit etwas langweilig und nicht besonders. Sein Kollege Sven Friedrich, der ebenfalls in der gleichen Musikschiene fährt, zeigt, dass auch Gothic Bands einen guten Sänger mit gefühlvoller Stimme haben können. Das fehlt hier leider.

Balladen wie „Wenn du schläfst“ oder auch eine Akkustiknummer „Vergiss nicht“ dürfen natürlich nicht fehlen. Sogar eine Version von dem Klassiker „Als ich fortging“ ist vertreten, die aber leider überhaupt nicht geglückt ist. Geglückt wäre sie, hätte man sie instrumental gelassen. Die magere Stimme von Louis nimmt diesem Lied jegliches Gefühl.

Insgesamt ein nettes Gothic (Rock) Album. Mehr aber auch nicht.

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Kristin Hofmann, das schnurrende Fotokatzl, ist uns von den Elbwiesen zwischen Nightwish und Lacrimas Profundere im Fotograben irgendwie zugelaufen. Das „Spätzchen“ fährt in der Regel nicht die Krallen aus, voll auf weißblaue Vierräder ab und hat die anderen sechs Nerdzwerge zwischen Datenkraken, Mediendschungel und Hexadezimal im Blinzelwettbewerb längst platt gemacht. Schnurrbart steht ihr übrigens nicht so gut wie DocMartens, aber irgendwas is’ ja immer. Bitte nicht füttern!