[soon]: Dead-end street (2013) Book Cover [soon]: Dead-end street (2013)
Oscillation Music (Alive)
25.10.2013

Tracklist:

  1. In My Memory
  2. Dead-End Street
  3. Stand out from the Crowd
  4. Pressure
  5. Still Searching
  6. Means to an End
  7. Everything Has Changed
  8. A Different Way
  9. Bitter Cold

Die Hamburger Band [soon] Ja genau… mit eckiger Klammer! hat nun im sechsten Jahr nach ihrem Debüt ihr viertes Album veröffentlicht. Dieser Longplayer mit nicht mal 44Min. Spielzeit zeigt wo die Stärken der Jungs liegen, nämlich in live Konzerten! Da kommen sie immerhin im Schnitt auf rund 50 Gigs pro Jahr. Aber nun gut, hier soll das Album besprochen werden und das beginnt so schnörkellos und ohne Kompromisse, das jeder weiß, was die vier am besten können. Melancholisch angehauchten Dark Rock. Vor allem kommt dabei Eric seine leicht traurig klingende Stimme sehr zu gute. Besonders deutlich aber ist, das dieses Album fern ab von jeder Elektronik scheint und somit weiter weg von den Einflüssen Ihrer Gründung. Freilich haben Sie sich davon nicht gänzlich losgesagt und hier und da kommen ergänzend zu den klassischen Rock-Band Instrumenten, der Synthie daher. Schließlich will man sich ja nicht einigen Möglichkeiten der Technik verschließen. Trotzdem wirkt [soon] so einfach kompakter und machen noch mehr Spaß. Jedenfalls fängt irgendwann unwillkürlich das Bein an zu wippen und sofern man mit textreicher Musik klar kommt, kann man sich immer mehr hineinfallen lassen. Besonders wenn man Ruhe hat und sich die vielen Feinheiten anhört, ist dieses Album sehr gelungen. Zumal gerade dann, wenn man meint sich langsam eingelullt zu fühlen, die CD die Richtung wechselt und zeigt, dass nicht alles gleich klingen muss. Man muss eben nicht ein mehr oder weniger erfolgreiches Konzept ewig wiederholen. Das zeigt uns die Facetten und das Potential, welches noch in der Band versteckt sein mag. Genau das macht es einem auch sehr schwer Anspieltipps zu geben. So sind mehr Songs nötig als üblich, oder aber genauer, dieses Album ist eine kleine Perle und strotzt nur vor Energie. Die Vier verstehen ihr Handwerk. Das kommt besonders bei den unheimlich gut und sehr gekonnt gespielten Gitarren durch, die in „Bitter Cold“ auch zum Solo führen. Nur ist das Ende der CD einfach sehr abrupt, ja fast schon hart! Mitten drin, Stille! Eben nicht! Sondern das Ende!

Obwohl der Erfolg komischerweise noch auf sich warten lässt. Vielleicht liegt es an der nordischen Kühle oder dem eben weniger als andere Leadsänger charismatischen Eric, der aber ein echt lieber Kerl ist. Wenn man sich ein wenig von dem Status „ewiger Geheimtipp“ lösen kann und noch mehr Bühne bekommen würde, wäre es dem Erfolg ganz sicher hilfreich!

Anspieltipps:

  • Stand Out From The Crowd
  • Means To An End
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Oliver Garrandt
Oliver Garrandt ist ein ECHTER Fotograf! Echt jetzt!! Mit Betonung auf Graf, aber in der Regel inkognito, mit Verzicht auf Titel und jegliches Zeremoniell. Alles andere wäre albern und unpraktisch. Man erzählt sich, von Garrandts Sommerresidenz in Dings bei Bums sei soetwas wie das rebellische Knusperhäuschen der internationalen Anti-Low-Carb-more-Fat-Bewegung. Ein käseüberbackenes, solarbetriebenes Nudelparadies mit extradünnen Extras. Der blaublütige Pixelprommi is so fucking real und exclusiv, der lebt sogar seinen Hang zu Electro und alternativer Musik, „die gern auch Crossover Industrial und Metal beinhalten darf“, offen aus.