Smith & Burrows: Only Smith & Burrows is Good enough

Smith & Burrows: Only Smith & Burrows is good enough Book Cover Smith & Burrows: Only Smith & Burrows is good enough
Pop
PIAS
19.02.2021
https://www.facebook.com/smithandburrows

Was passiert wenn sich Tom Smith (Editors) and Andy Burrows (Ex-Razorlight / We are Scientists) zusammenzuschließen, um mal kurz Pause vom Indierock zu machen, konnten wir schon 2011 auf dem Weihnachtsalbum „Funny Looking Angels“ hören. Dann wurde es 10 Jahre ruhig um die beiden. Manchmal braucht es eben eine globale Pandemie, um etwas Zeit zwischen Touren und Albumprojekten mit den Hauptbands zu schaffen. https://www.youtube.com/watch?v=WTgauGO6A5k Doch jetzt ist es da, das zweite Album mit dem hochtrabenden Titel „Only Smith & Burrows is good enough“, ob das stimmt liegt sicherlich im Ohr des Betrachters. Was sich mit Sicherheit sagen lässt, ist, dass „Only Smith & Burrows is good enough“ ein gelungenes Popalbum ist. Nicht mehr, nicht weniger. Die Gesamtheit des Albums kann leider nicht an die Harmonie des Debüts „Funny Looking Angels“ anknüpfen. Während die Vorabveröffentlichungen „All The Best Moves“, „Old TV Shows“ und „Parliament Hill“ alle eine ähnlich gemütliche Schiene fahren, schlagen Stücke wie das überproduzierte „Buccaneer Rum Jum“ oder das experimentelle„Straight Up Like A Mohican“ extrem aus der Reihe und zerstören somit das Einheitsgefühl der Platte. Dennoch bleibt zu betonen, dass die Stimmen der beiden Musiker ganz wunderbar miteinander harmonieren. Außerdem gibt es auch Stücke wie „I want you back in my life“ oder „Bottle Caps“ die zwar aus dem Raster brechen, aber dennoch, oder gerade deshalb, wohl die Highlights auf „Only Smith & Burrows is good enough“ darstellen. Aber was ist am Ende schon so ein Album ohne Tour? Neues Material in einer konzertlosen Zeit zu veröffentlichen ist natürlich immer ein Risiko, doch gerade in diesem Fall ist es bitter, dass wir uns nicht live von dem Talent der beiden Briten überzeugen lassen können, um über dem ein oder anderen Patzer auf dem „Only Smith & Burrows is good enough“ ein Auge zudrücken zu können.

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Thea Drexhage
Thea Drexhage hat Salma Hayek einiges voraus! 10 mm. Wie die meisten Frauen der Redaktion, Duffy, Beth Ditto, Joan Rivers oder Angus Young kann sie die MusikerInnen aus dem Bühnengraben also völlig problemlos sehen, wenn jemand ihren Hocker trägt, wird aber - das hat sie mit Salma dann doch wieder gemein - dennoch viel zu oft auf Ihre Körpergröße, ihre Mähne und ihre leicht misanthropischen Anflüge reduziert. Damit sie also nicht im nächstbesten Titty Twister von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang Menschenmengen und Bläser mätzelt, halten wir “Aggro-Thea”, die zuvor ganze Landstriche in Mecklenburg Vorpommern ausgerottet hat, halbtags im spießbürgerlichen Oldenburger Exil an der langen Leine. Seither legt sich die scheißpünktliche existentialistische Besserwisserin analog mit Sartre, Camus & Kodak an und ja, auch wir müssen neidlos zugestehen, dass der Instagram-Account ihrer beiden Katzen “Salma” und “Hayek” mehr Follower pro Tag hat, als unser webzine im ganzen Jahr.