Skold vs. KMFDM: Skold vs. KMFDM (2009) Book Cover Skold vs. KMFDM: Skold vs. KMFDM (2009)
Danse Macabre
17.04.2009
www.skoldvskmfdm.com

TRACKLIST:

  1. "Why Me"
  2. "Bloodsport" Interlude
  3. "Antigeist"
  4. "Alkohol" Interlude
  5. "Bloodsport"
  6. "Error 404" Interlude
  7. "Love Is Like"
  8. "Antigeist" Interlude
  9. "It's Not What”
  10. "Love Is Like" Interlude
  11. "A Common Enemy"
  12. "Porn, Kitsch And Firearms" Interlude
  13. "Error 404"
  14. "All Or Nothing" Interlude
  15. "Porn, Kitsch And Firearms"
  16. "It's Not What" Interlude
  17. "Gromky"
  18. "A Common Enemy" Interlude
  19. "Alkohol"
  20. "Gromky" Interlude
  21. "All Or Nothing"
  22. "Why Me" Interlude

Ein Wiedersehen der besonderen Art bietet dieses Album gerade für jüngere Fans der Band KMFDM. Ist doch „Tim Skold“ ein ehemaliger und irgendwie nie wirklich weg gewesener Musiker der Band. Für alle die eben mit dem Namen nichts anfangen können sei zu sagen, dass er bereits Mitte/Ende der 90iger Mitglied der Band war und eigentlich „nur“ zwischenzeitlich für Mr. Ramirez von „Marylin Manson“ dessen Platz dort warmgehalten hatte. So ist denn dieses Album auch tendenziell eine Hommage an die Electronic-, Crossover- und Industrialklänge und der vergangenen 10 Jahre. Harte Rhythmen wie man es von den älteren KMFDMs gewohnt ist und dazu kommen dann hier und da mal härtere Gitarrenklänge. Angesichts der Tatsache, dass es sich wie ein einzelnes KMFDM Werk anhört, ist es aber schon eine andere Gangart, als eben das just vor kurzem erschienene eigentliche Album. Songs wie „All Or Nothing“ stechen dann aber doch hervor und zeigen einem die Verbindung zu den bereits erwähnten „Marylin Manson“ auf. Der Song kommt wie eine elektronische Version eines Manson-Songs daher. Als ehemaliger Co-Produzent von „Marylin Manson“ ist das aber wohl auch kein Problem und zeigt an einigen Stellen des Albums auf, wo und wie Mr. Skold bei MM gewirkt hat. Insgesamt sind denn aber auch 22 Stücke zusammen gekommen. Richtig gehört 22 Songs! Aber jeder zweite ist allenfalls ein Schnippsel mit ca. 2Minuten länge. Oder wie es passenderweise dazu heißt Interlude / Intermezzo Trotzdem sind diese auch sehr hörenswert.

Spannend ist zudem die Tatsache, dass die beiden Hauptverantwortlichen Akteure des Albums sich, so die offizielle Lesart, während der gesamten Aufnahmezeit nicht einmal live gesehen haben. So hat jeder seine Sounds und Snippets zusammen gemixt geschrieben und dann auf einen FTP geladen, wo sich dann der andere wieder an die Arbeit gemacht hat. Zumal der Zeitunterschied von Amerika zu Norwegen immerhin diese neun Stunden beträgt haben die beiden wohl auch nicht viel Zeit gehabt für solche Aktionen. Auch das ist abermals wieder ein Beweis für die hohe technische Affinität der KMFDM-Fraktion.

Auch wenn KMFDM musikalisch wiederum aus meiner Erfahrung eher selten für wirklich innovative und neue Musik steht, ist das Album in Gänze doch sehr hörenswert. Vielleicht macht es der Mix… Oder dich „nur“ Mr. Skolds Anwesenheit?

Anspieltipps:„Error 404”, „Alkohol“, „Gromky Interlude“

Vorheriger ArtikelDie Happy: Six (2008)
Nächster ArtikelAmorphis: Skyforger (2009)
Oliver Garrandt ist ein ECHTER Fotograf! Echt jetzt!! Mit Betonung auf Graf, aber in der Regel inkognito, mit Verzicht auf Titel und jegliches Zeremoniell. Alles andere wäre albern und unpraktisch. Man erzählt sich, von Garrandts Sommerresidenz in Dings bei Bums sei soetwas wie das rebellische Knusperhäuschen der internationalen Anti-Low-Carb-more-Fat-Bewegung. Ein käseüberbackenes, solarbetriebenes Nudelparadies mit extradünnen Extras. Der blaublütige Pixelprommi is so fucking real und exclusiv, der lebt sogar seinen Hang zu Electro und alternativer Musik, „die gern auch Crossover Industrial und Metal beinhalten darf“, offen aus.