Saint Asonia: Saint Asonia (2015) Book Cover Saint Asonia: Saint Asonia (2015)
Columbia
23.10.2015

Tracklist:

  1. Better Place
  2. Blow Me Wide Open
  3. Let Me Live My Life
  4. Even Though I Say
  5. Fairy Tale
  6. King Of Nothing
  7. Waste My Time
  8. Dying Slowly
  9. Trying To Catch Up With The World
  10. Happy Tragedy
  11. Leaving Minnesota

Die Jungs aus Amerika von „Saint Asonia“ bringen uns Hardrock allererster Klasse. Mit ihrem Debütalbum „Saint Asonia“ beweist die Band, dass es auch in den USA nicht an kreativen Köpfe mangelt.

Mit „Better Playe“ kommen alle Highspeed-Rocker auf ihre Kosten. Schnelle Gitarren und eine unverwechselbare Stimme brennen sich sofort in den Hirnwindungen. „Blow wide open“ ist ein zeitloser Rocksong, der sicher nicht nur bei Rockern gut ankommt. Eine einprägsame Melodie, der Refrain trifft auf den Punkt und eine Härte, die sich hören lassen kann. Einen kompletten Tempiwechsel legen die Jungs bei „Let me live my life“ hin. Ein abwechslungsreicher Bassverlauf zeichnet diesen Song aus. Der Refrain eignet sich hervorragend zum Mitsingen und die Melodie vergisst man so schnell nicht mehr. Etwas langsamer wird es bei „Even though I say“. Vielleicht etwas gefällig, trotzdem gut hörbar und rockig. „Fairy Tale“ findet dann wieder zur alten Stärke zurück. Dieser Track ist der absolute Geheimtipp des gesamten Albums. Wer hier nicht abgeht, dem ist nicht mehr zu helfen. „King of nothing“ kommt etwas bedrohlich daher und lässt Erinnerungen an den Rock der 90er Jahre wach werden. Eine gute Nummer, die ordentlich nach vorne geht. Die Ballade des Albums ist ohne Zweifel „Trying to catch up with the world“. Sanft begleitet mit Percussions und Akustik-Gitarre kommt hier echtes Lagerfeuer-Feeling auf. Verzerrte Gitarren bilden die Basis für das härteste Stück des Albums, „Happy Tragedy“. Ein ungewöhnlicher Song, der durch überraschende Tempi-Wechsel zu überzeugen weiß. Mit „Leaving Minnesota“ endet das Album. Die Abschiedshymne verströmt den Charme eines Endes und doch eines kompletten Neuanfangs. Ein würdiger letzter Track, der uns hier präsentiert wird.

Saint Asonia sind hierzulande noch unbekannt. Mit diesem Album machen die Jungs einen großen Schritt und sollten auch die einheimischen Rocker begeistern zu wissen. Hausgemachter Rock, der sofort ins Ohr geht. Eine gute Rock-CD für den Herbst.

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Um unglaublich international zu wirken, hat die Redaktion einen Headhunter auf DEN Berliner angesetzt. DAS Phantom, wie es aus Szenekreisen heißt, hat viele Tarnidentitäten. Gesichert ist, dass der Dämon – ein gerade mal 76 Zoll großer metalbesessener Gothik-Zwerg – im Nebenerwerb als Schauma-Shampoo-Model jobbt und einen mittel bis stark ausgeprägten Festivalfetisch pflegt, sich während der Wintermonate mit Kneipensport Ersatzbefriedigung verschafft und eine ruhige Kugel in seinem Prinzessin-Lilliefee-Darkroom schiebt. Ob es das Spandauer Edelexemplar wirklich gibt oder auch Bernhardt nur ein Pseudonym ist, konnte bisher nicht geklärt werden.