Draconian: Sovran (2015) Book Cover Draconian: Sovran (2015)
Napalm Records
30.10.2015

Tracklist:

  1. Heavy Lies the Crown
  2. The Wretched Tide
  3. Pale Tortured Blue
  4. Stellar Tombs
  5. No Lonelier Star
  6. Dusk Mariner
  7. Dishearten
  8. Rivers Between Us ( featuring Daniel Änghede - Crippled Black Phoenix on Vocals)
  9. The Marriage of Attaris
  10. With Love and Defiance (Bonus Track)

Bei den Vertretern der Metalszene genießt Schweden ein besonders hohes Ansehen. Mit „Draconian“ kommt aus Skandinavien ein weiterer Export, der mit „Sovran“ die Ausnahmestellung Schwedens im Metal-Zirkus untermauert.

Das sanfte „Heavy lies the crown“ kann gleich mit zwei Stimmen punkten. Während Heike im Klargesang den Zuhörer in Empfang nimmt, erzeugen die Growls von Anders ein tiefes Schwarz, das Hoffnungslosigkeit ausstrahlt. Im Mid-Tempo Bereich ist auch „Pale tortued Blue“ angesiedelt. Ein nachdenklicher Song, dem jedoch etwas mehr Geschwindigkeit gut tun würde. Ansonsten rockt der Song und wird seine Freunde im Gothic-Bereich definitiv finden. Deutlich wird es bei „Stellar Tombs“. Ein hypnotisches Riff, gute, satte Drums zeichnen diesen Song aus. „Dusk Marinier“ ist mit knapp 8 Minuten sicher kein Song für zwischendurch. Wer diesem Track jedoch eine Chance gibt, bekommt ein Epos der Extraklasse geliefert. Der melancholische Beitrag „River between us“ erzählt eine traurige Geschichte, dessen Interpretation aber dem Zuhörer überlassen wird. Eine Nummer zum Nachdenken und um dem Alltag zu entfliehen. Das zweite Epos des Albums „The marriage of attaris“ beendet mit opulenten 9 Minuten diese CD. Mit diesem Song haben sich Draconian sich ein eigenes Denkmal erschaffen, so episch kommt dieses Werk daher.

Fazit: Wer auf die skandinavische Metal-Schule steht, wird mit dieser CD sehr glücklich werden. Draconian mischen Doom- mit Gothicelementen und erschaffen eine ganz eigene Magie, wie es nur wenige frische Bands schaffen. Den nächsten Clubhit findet man hier sicher nicht, jedoch ein ordentlich hartes Brett feinsten Metals.

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Um unglaublich international zu wirken, hat die Redaktion einen Headhunter auf DEN Berliner angesetzt. DAS Phantom, wie es aus Szenekreisen heißt, hat viele Tarnidentitäten. Gesichert ist, dass der Dämon – ein gerade mal 76 Zoll großer metalbesessener Gothik-Zwerg – im Nebenerwerb als Schauma-Shampoo-Model jobbt und einen mittel bis stark ausgeprägten Festivalfetisch pflegt, sich während der Wintermonate mit Kneipensport Ersatzbefriedigung verschafft und eine ruhige Kugel in seinem Prinzessin-Lilliefee-Darkroom schiebt. Ob es das Spandauer Edelexemplar wirklich gibt oder auch Bernhardt nur ein Pseudonym ist, konnte bisher nicht geklärt werden.