Pain: Psalms of Extinction (2007) Book Cover Pain: Psalms of Extinction (2007)
Roadrunner Records
04.05.2007

Tracklist:

  1. Save Your Prayers
  2. Nailed To The Ground
  3. Zombie Slam
  4. Psalms Of Extinction
  5. Clouds Of Ecstasy
  6. Play Dead
  7. Does It Really Matter
  8. Computer God
  9. Just Think Again
  10. Walking On Glass
  11. Bottle´s Nest
  12. Bitch

Nach zwei Jahren Wartezeit meldet sich der “Herr der Augenringe” mit seiner Zweitband Pain zurück. In diesen zwei Jahren hat sich Peter Tägtgren einen Major-Plattendeal an Land gezogen, einige Konzerte (auch mit seiner Hauptband) gespielt und an den Songs von „Psalms Of Instinction“ gefeilt, wobei ihm sich diesmal zum Glück keine schwerwiegenden gesundheitlichen Probleme in den Weg stellten. Außerdem standen ihm diesmal gleich drei Gastmusiker mit enthusiastischer Tatkraft zur Seite, hatte der Mastermind doch bisher alles im kompletten Alleingang erledigt.

Ohne Intro wird mit einem Gitarrenslide gefolgt von einem markig-geschrienen „Auuu“ eröffnet, ehe es in einen vorantreibenden Rhythmus übergeht, der vom Schlagzeug und den Gitarren dominiert wird. Mikkey Dee von Motörhead erledigt hier einen präzisen Job und verleiht „Zombie Slam“ dadurch eine sehr rockige Note, die in angenehmen Kontrast zu Peters teilweise tiefen teilweise verzerrtem Gesang steht. Ein wirklich guter Opener, der die Konzentration des Hörers sofort fokussiert. „Walking On Glas“ geht vom Rhythmus her in eine ähnliche Richtung, ist aber mit vielen Synthesizer-Spielereien gewürzt. Bei „Save Your Prayer“ ist Kontrastprgramm angesagt: harte Gitarren und Industrialsounds wechseln sich mit pathetischen Passagen ab, ehe auf „Play Dead“ die Tristesse die Herrschaft übernimmt. Peter klingt streckenweise sehr leidend und gequält, so dass der Song auch sehr gut auf den Vorgänger gepasst hätte. Der wohl am meisten bewegende Song ist sicherlich „Just Think Again“, bei dem „Bambino de Bodom“ Alexi Laiho ein famoses Gitarrensolo beisteuert. Meister Tägtgren legt sehr viel Gefühl und Leidenschaft in seinen Gesang, Streicher verstärken den Spannungsbogen sehr effektiv, so dass man zum einen das Feuerzeug schwenken möchte, sich auf der anderen Seite aber nicht traut, weil es nicht zum Text passen würde. Aber man kann auch etwas zum Augenzwinkern finden, wenn auch mit ernstem Hintergrund. Dazu höre man sich genau den Text von „Bottles Nest“ an. Ob sich da jemand den Kater von der Seele geschrieben hat?

Mit „Psalm Of Instiction“ ist Peter Tägtgren erneut ein stimmiges, qualitätsvolles Pain-Album gelungen, mit dem er das Rad zwar nicht neu erfindet, sich jedoch in einigen Punkten sehr steigert. So klingt sein Gesang zum Beispiel noch variabler. Außerdem werden musikalische Effekte noch akzentuierter eingesetzt als auf den vorangegangenen Veröffentlichungen. Alte Fans werden nicht vor den Kopf gestoßen und neue mit den abwechslungsreichen Industrial Rock/Metal Songs mit poppigen Einschlag sicher hinzugewonnen.