Negative: Karma Killer (2008) Book Cover Negative: Karma Killer (2008)
Edel Records
05.09.2008

Tracklist:

  1. Devil On My Shoulder
  2. Sealed
  3. Won’t Let Go
  4. Motherfucker (Just Like You)
  5. Giving Up!
  6. An Ornament
  7. Dead As We
  8. Anna Simona
  9. Lust’N’Needs
  10. Gravity Of Love

Die Finnen NEGATIVE melden sich mit neuem Album „Karma Killer“ zurück, dass z.Z. nur in Skandinavien oder über Skandinavien erhältlich ist.

Nachdem sie mit dem Vorgänger „Anorectic“ mächtig überraschten, bleibt die Überraschung bei „Karma Killer“ aus, was aber daran liegt, dass die größere Stilveränderung schon geschehen ist. Und so setzten NEGATIVE ihren Glamrock mit einer Portion mehr Rock und Reife in die Tat um. Einzig allein enttäuschend ist diesmal das Artwork, dass bei „Anorectic“ wirklich fabulös war.

Aber nun zum Rock! Der beginnt natürlich bereits beim ersten Lied „Devil On My Shoulder“, das durch das Schlagzeug eingetrommelt wird. Das Kopfnicken beginnt, das Album wird gut. Die Gitarren sind dunkler, die Stimme von Jonne wieder teils zerbrechlich, teils rauh und riffig. Besonders in den „Bridges“ (Musikerfachjargon) kommt diese Stimmvariation sehr gut. Das Gitarrenthema ist schnell im Kopf.

Ein bisschen nach „Sweet and Deceitful“ kommt „Sealed“ daher, das ein wenig vor sich hin plätschert. Negativisch gut wird’s dann wieder mit der ersten und neusten Single „Won’t Let Go“, die mit typischer NEGATIVE Attitüde besticht: Rockig, herzschmerzig, melodiös in der Klampfe, eingängig ohrwürmig. „Deep in my heart is a place that I could never show to you....“. Das wird euch noch verfolgen, glaubt mir.

Geiler Bass, geiles Piano, geile Gitarre, schmetternder Text und vorwurfsvolle Vocals: „Motherfucker (Just Like You)“ geht runter wie Butter, geht ins Ohr, geht in den Fuß, geht ins Gesicht. Ein absolut schmackiger Song, der bestimmt Live der absolute Renner wird.
„Giving Up!“ startet auf ruhigen Füßen, kommt so gleich laut daher und arbeitet sich immer ein Stück weiter nach oben.

Ruhiger und dramatischer wird es mit Liedern wie „An Ornament“ oder auch mit dem schönen „Anna Simona“. Dramatisch dramaturgisch wird es mit dem Schlusslied „Gravity Of Love“, das eine wunderbare und kraftvolle Mischung aus „Angels Won’t Lie“ und „In Memoriam“ ist.

Kurz und gut. Mit ihrem neuen Album „Karma Killer“ bringen sie ihre Hörer definitiv nicht um ihr Karma, sondern bieten eine gute und gereifte Ladung Rock mit viel Stärke, Gefühl und Melodie.

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Kristin Hofmann, das schnurrende Fotokatzl, ist uns von den Elbwiesen zwischen Nightwish und Lacrimas Profundere im Fotograben irgendwie zugelaufen. Das „Spätzchen“ fährt in der Regel nicht die Krallen aus, voll auf weißblaue Vierräder ab und hat die anderen sechs Nerdzwerge zwischen Datenkraken, Mediendschungel und Hexadezimal im Blinzelwettbewerb längst platt gemacht. Schnurrbart steht ihr übrigens nicht so gut wie DocMartens, aber irgendwas is’ ja immer. Bitte nicht füttern!