Negative: Neon (2010) Book Cover Negative: Neon (2010)
Warner
23.07.2010
www.negative.fi

Tracklist:

  1. No One Can Save Me Tonight
  2. End Of The Line
  3. Love That I Lost
  4. Blood On Blood
  5. Believe
  6. Celestial Summer
  7. Jealous Sky
  8. Days I'm Living For
  9. Since You've Been Gone
  10. Kiss Of Hope
  11. Fucking Worthless
  12. Neon Rain

Sicherlich kann man nicht alles kennen und so ist auch das 5te Album der Formation „Negative“ das Erste, was ich zu hören bekomme. Wobei ich danach auch kein Fan der fünf werden dürfte. Was aber deren musikalischen Qualitäten nicht in Abrede stellen soll. Wenn man schon Leute wie Warren Riker (Santana, Korn, Michael Jackson) als Assistant Producer hat oder für die Texte niemand anders als Jeff Blue (Linkin Park Gründer) gewinnt, dann sollte also von einer topp professionellen Umsetzung ausgegangen werden können.

Die Musik ist derweil ein Mix aus zartem Rockgesang und einigen Elementen des Glam-Rocks. Wohl aber kommen auch ihre Vorbilder, wie Aerosmith und Guns N Roses durchaus spürbar raus. Herausragend ist dann eher das die Band trotz ihrer Erfolge, die sie bisher vor allem in ihrem Heiamtland Finnland gehabt haben, sie hier in Deutschland noch immer eher wie ein Geheimtipp gehandelt werden. Nur so bin ich auch zu dieser gefühlvollen Scheibe gekommen. Spaß macht so manch Song, wenn ich selbst auch von der „einfachen“ Rockmusik nicht so überzeugt bin. Spannend ist es durchaus. Und Songs wie „Since You’ve Been Gone“ machen sogar einen Emotional-Glam-Rock Muffel wie mich für einen Augenblick einen sehr interessierten Zuhörer. Ihre Fans oder die Fans von HIM und Co, die sich ebenso bei Negative positiv aufgehoben fühlen dürften, werden in jedem Falle von gut produzierter und handwerklich sauber gespielten Instrumenten beglückt.

Weiterhin sollten alle Mädchen die der aktuellen Vampierfilm-Welle folgen, sich mit dem Album unterm Schmusekissen einen Gefallen tun. Vorausgesetzt ist, das sie die zwei drei härteren Songs überstehen oder aber eben bei den Herzschmerzsongs nicht total den Tränen nahe total aufgelöst ins Kissen schnäuzten. Für den Fall, das ihr in den nächsten zwei Monaten nicht genug davon habt, könnt ihr auf der folgenden Tour auch die Livequalitäten der Finnen begutachten.

Anspieltipps:

  • “Neon Rain”
  • „Since You’ve Been Gone“
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Oliver Garrandt
Oliver Garrandt ist ein ECHTER Fotograf! Echt jetzt!! Mit Betonung auf Graf, aber in der Regel inkognito, mit Verzicht auf Titel und jegliches Zeremoniell. Alles andere wäre albern und unpraktisch. Man erzählt sich, von Garrandts Sommerresidenz in Dings bei Bums sei soetwas wie das rebellische Knusperhäuschen der internationalen Anti-Low-Carb-more-Fat-Bewegung. Ein käseüberbackenes, solarbetriebenes Nudelparadies mit extradünnen Extras. Der blaublütige Pixelprommi is so fucking real und exclusiv, der lebt sogar seinen Hang zu Electro und alternativer Musik, „die gern auch Crossover Industrial und Metal beinhalten darf“, offen aus.