Epica: Requiem for the Indifferent (2012) Book Cover Epica: Requiem for the Indifferent (2012)
Nuclear Blast
09.03.2012
www.epica.nl

Tracklist:

  1. Karma
  2. Monopoly On Truth
  3. Storm The Sorrow
  4. Delirium
  5. Internal Warfare
  6. Requiem For The Indifferent
  7. Anima
  8. Guilty Demeanor
  9. Deep Water Horizon
  10. Stay The Course
  11. Deter The Tyrant
  12. Avalanche
  13. Serenade Of Self - Destruction
  14. Nostalgia (Bonus Track)

 

Epica haben sich im Laufe ihres zehnjährigen Bandbestehens eine Erfolgskarriere aufgebaut, die ihnen zahlreiche Auftritte auf den größten und bekanntesten Festivals Europas und Konzerte in vielen Ländern der Erde beschert hat.

Ebenso bombastisch wie ihr bisheriger Erfolg fielen auch die beiden letzten Alben "The Divine Conspiracy" (2007) und "Design Your Universe" (2009) aus, auf denen es nicht an epischen Themen, grandiosen Melodien und herausragenden Songs mangelte. Zwar wäre es schön gewesen, wenn Epicas neuestes Werk "Requiem for the Indifferent" der Redewendung 'aller guten Dinge sind drei' gerecht geworden wäre; leider kann die Scheibe aber nicht so ganz mit ihren Vorgängern mithalten.

Zugegeben, Epica haben mit Ausnahme einiger mainstreamtauglicher Hit-Songs immer schon eigenwilliges, aber auch abwechslungsreiches Material abgeliefert, und "Requiem for the Indifferent" weicht nicht von diesem Schema ab. Die Songs sind nach wie vor länger als es die Radiotauglichkeit erlaubt; musikalisch muss man bei Epica sowieso grundsätzlich mit allem rechnen, was sich zwischen ruhigem Balladenstil, pompösen Sinfonien und düsteren Gothic- bis hin zu Death Metal-Elementen so finden kann – und zwar all das innerhalb eines einzigen Songs.

Es fehlen aber trotz des Variationsreichtums auf dieser Platte häufig die unerwarteten Aha-Momente vergangener Alben, was dazu führt, dass die Songs teilweise eintönig wirken, und das Album als Ganzes etwas langatmig. Bei insgesamt 73 Minuten Laufzeit, hätte man aus der CD selbst nach gehöriger Straffung unspektakulärer Längen immer noch ein 50-60 minütiges Erfolgswerk machen können. Weniger ist manchmal wirklich mehr.

Dennoch: Obwohl "Requiem for the Indifferent" schwächelt, handelt es sich hier immer noch um ein recht ordentliches Album. Nach 'Monopoly of Truth' als flottem Opener überzeugt auch die fast zehnminütige epische 'Serenade of Self Destruction" und der Titelsong des Albums 'Requiem for the Indifferent'. 'Deep Water Horizon' und 'Stay the Course' sind zwei weitere starke Songs, die vor allem gerade nach einem Stimmungskiller wie 'Guilty Demeanor' perfekt platziert wurden, um das Ruder wieder herumzureißen.

"Requiem for the Indifferent" ist im Grossen und Ganzen eigentlich ganz okay, wenn man von den bereits erwähnten Längen absieht, die nicht ausreichend wettgemacht werden, um die Platte auf dem Level ihrer zwei Vorgänger anzuheben. Die europäische Digipack-Version enthält neben den 13 normalen Tracks noch einen Bonussong mit dem Titel 'Nostalgia'.